Di, 13. November 2018

Happy End am Königssee

25.08.2018 17:35

„Barry“ nach 11 Tagen aus steilem Gelände gerettet

Die Hoffnung, dass sie ihren Hund wieder in die Arme schließen kann, hat Urlauberin Judith B. schon aufgegeben. Ihr Vierbeiner „Barry“ entwischte ihr bei einer Wanderung vom Kärlingerhaus im Steinernen Meer zum Königssee bei Berchtesgaden in Deutschland. Immer wieder hörte man das Bellen des Tieres, doch erst nach elf Tagen gelang die Rettung.

Das Frauchen war mit ihrem Berner-Sennen-Mischling am 12. August am Weg vom Kärlingerhaus ins Tal, als der achtjähriger Hund entwischte. Judith B. aus Baden-Württemberg verlor ihren Liebling aus den Augen, hörte erst noch ein Bellen, dann war es aber still. Sie versuchte zu dem Hund zu gelangen, doch das Gelände war zu steil, auf ihre Rufe kam keine Reaktion. „Ich bin davon ausgegangen, dass er abgestürzt ist“, schildert sie.

Wanderer, Mitarbeiter von Nationalpark und Königssee-Schifffahrt, Fischer und Almbauern hörten in den darauffolgenden Tagen immer wieder an unterschiedlichen Stellen in der Nähe der Salet Alm das verzweifelte Bellen von Barry, doch auszumachen war der Vermisste nicht.

Das Nationalpark-Team gab die Hoffnung trotzdem nicht auf und machte sich am Donnerstag, also elf Tage nach dem Verschwinden, noch einmal auf die Suche nach dem Tier. Mit einer Wärmebildkamera suchte Revierleiter Tilman Piepenbrink systematisch das Gelände ab und vernahm plötzlich eine Bewegung. „Es war großes Glück, dass ich zur richtigen Zeit an die richtige Stelle geschaut habe“, erinnert er sich.

Das Team bereitete eine aufwendige Aktion vor. Rund 40 Meter mussten sie sich zu „Barry“ abseilen. Der stark abgemagerte Hund war völlig apathisch, bewegte sich nicht, als die Helfer ankamen und ihn bargen. Einmal sicheren Boden unter den Pfoten, bekam der Rüde ein paar Schlucke Wasser und wurde dann in der Tierklinik untersucht.

Nach einer Übernachtung bei Ranger-Leiter Jochen Grab traf „Barry“ dann am Freitag auf sein überglückliches Frauerl, das ihn mit Tränen in den Augen in die Arme schloss.

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