Tote und Verletzte
Kabul: Schwere Explosion in Diplomatenviertel
Die Wucht der Explosion riss einen großen Krater in die Straße und zerstörte zwei zweistöckige Gebäude. Die Zeitung "Bergens Tidende" meldete, die norwegische Botschaft in Kabul sei schwer beschädigt worden, Verletzte gebe es dort aber nicht.
Präsident Hamid Karzai sagte, ebenfalls in der Nähe des Anschlagsortes sei die Residenz des früheren Vizepräsidenten Ahmad Zia Massoud. Massoud sei unverletzt geblieben, zwei seiner Wächter seien jedoch unter den Toten. Karsai verurteilte den Anschlag als "unmenschlichen und unislamischen Terrorakt".
Anti-Korruptionskonferenz in Kabul
Im Viertel Wazir Akbar Khan, in dem die Bombe hochging, liegen Botschaften, Regierungseinrichtungen, die Hauptquartiere der Vereinten Nationen und der Internationalen Schutztruppe ISAF sowie zahlreiche andere ausländische Einrichtungen. Noch am Vormittag sollte in einem anderen Stadtteil Kabuls eine Anti-Korruptionskonferenz beginnen, an der Abgeordnete, Regierungsbeamte und ausländische Botschafter teilnehmen wollten.
Präsident Karzai hatte nach der von massiven Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl unter internationalem Druck versprochen, gegen die weit verbreitete Korruption in seinem Land und seiner Regierung vorzugehen. In den vergangenen Monaten hatte es in Kabul immer wieder Anschläge von Aufständischen gegeben.
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