Sa, 22. September 2018

Gewaltiger Kraftakt:

21.08.2018 12:00

Wie JKU den Minister um mehr Geld bezirzen möchte

Mit vielen trockenen Argumenten von der Landespolitik unterstützt, kämpft die Linzer JKU um „mindestens 60 Millionen Euro mehr Budget für die Jahre 2019 bis 2021“. Doch wie will die Uni selbst den spröden Uni-Minister Heinz Faßmann bezirzen? Zum Beispiel mit einer „neuen Qualität des Lernens“ in einem Learning Center im gerade begonnenen Neubau ihrer Hauptbibliothek.

Die JKU hat ihrem Minister versprochen, die Zahl der prüfungsaktiven MINT-Studenten von 2600 auf bis zu 3250 zu erhöhen. MINT steht für die Studien in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. 150 zusätzliche MINT-Absolventen pro Jahr soll es geben - bei im Jahr 2030 in Oberösterreich schon 18.000 fehlenden Fachkräften mit Hochschulabschluss (FH &Uni)  eh nur ein  Tropfen auf dem heißen Stein.

Bessere Studierbarkeit der MINT-Fächer
Diese Versprechen umzusetzen werde „ein gewaltiger Kraftakt“, sagt JKU-Rektor Meinhard Lukas. Da geht es um eine „Qualitätsoffensive in der Lehre“, um „eine bessere Studierbarkeit der MINT-Fächer“, also um die Fülle des Stoffes, ein verbreitertes Studienangebot, zum Beispiel um „Maschinenbau Linzer Prägung“ oder im  Zukunftsthema Künstliche Intelligenz.

Lern-Unterstützung für Studierende
Weiters wichtig, so Lukas: mehr „Unterstützung während des Studiums“. Da soll  das neue Learning Center im Obergeschoß der Hauptbibliothek punkten: „Hier wird nicht stumm nebeneinander gelernt, sondern wir bauen eine Lernwerkstatt, in der auch in der Gruppe gelernt werden kann und in der Tutoren gebucht werden können.“ Das soll mithelfen, Studienverzögerungen und -abbrüche zu verhindern.

Völlig unterschiedliche Schul-Kompetenzen
Denn zur JKU kommen Studierende mit völlig unterschiedlichen Schul-Kompetenzen, von denen sich dann viele als bloße Einzelkämpfer schwer tun. Das sind zum Beispiel für ein Informatik-Studium AbsolventInnen einer Informatik-HTL und einer AHS ohne jede Informatikvorkenntnisse dabei. Dazu gibt es auch große Kompetenzunterschiede bei ein und demselben Schultyp.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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