Mi, 24. Oktober 2018

Cannabis und Kokain

09.08.2018 13:59

Drogenbotin „nur aus Liebe“: Zwei Schuldsprüche

„Wir reden hier von langjährigen Haftstrafen, die im Raum stehen“, stellt Richter Dietmar Wassertheurer gleich zu Prozessbeginn am Landesgericht Klagenfurt klar. Vor ihm sitzt ein Multikulti-Drogentrio - ein Kosovare und ein Marokkaner sollen eine Slowenin dazu angestiftet haben, regelmäßig große Mengen Cannabis und Kokain von Wien oder Italien nach Klagenfurt zu bringen. Zwei Schuldsprüche.

Die Frau (31) tat es bereitwillig - insgesamt geht es bei den dreien um fast 20 Kilogramm Suchtgift mit einem Wert von mindestens 170.000 Euro, die binnen weniger Monate in Umlauf gebracht worden sind. Von einem großen Drogenring will die Angeklagte aber nichts wissen: „Ich dachte, sie brauchen alles für sich selbst. Mein Freund hatte mich gebeten, die Drogen zu holen, die mir in den Kofferraum gelegt wurden. Ich tat alles nur aus Liebe“, erklärt sie treuherzig. Der Freund selbst schweigt eisern und nach dem mutmaßlichen Bandenboss selbst wird mit europäischem Haftbefehl gesucht. 

Die Frau und der Mann sind am Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt wegen Suchtgifthandels im Rahmen einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen worden. Sie erhielten mehrjährige Haftstrafen. Die Frau muss für dreieinhalb Jahre, der Mann für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Anklage gegen einen dritten Mann wurde für eine weitere Beweisführung ausgeschieden.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann

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