Do, 18. Oktober 2018

Vorbild für Wien?

08.08.2018 08:16

Amsterdam: Geldstrafen für rüpelhafte Touristen

Ein Schluck aus der Bierdose auf offener Straße, die spontane „Erleichterung“ an der nächstgelegenen Hausmauer, achtlos weggeworfener Müll, der seinen Weg einfach nicht in den Mistkübel findet - gegen all das geht nun die Stadt Amsterdam vor. Um „Erziehungsarbeit“ bei Touristen und Besuchern zu leisten, werden schlechtes Benehmen künftig bestraft und die Sünder ordentlich zur Kasse gebeten.

Bürgermeisterin Femke Halsema reagiert mit dem Maßnahmenpaket auf einen alarmierenden Bericht über Auswüchse des Massentourismus. Aufgrund der extrem hohen Zahl von Besuchern aus dem In- und Ausland werde Amsterdam vor allem nachts ein „Dschungel“, in dem Polizei und Ordnungskräfte machtlos seien, wie der Ombudsmann der Stadt vor Kurzem feststellen musste.

Um rüpelhaften Touristen das flegelhafte Verhalten auszutreiben, wird „Wildpinkeln“ und dergleichen teurer: So kostet künftig das Trinken von Alkohol auf der Straße 95 Euro, „Wildpinkeln“ und Grölen auf der Straße jeweils 140 Euro und Müll auf die Straße werfen ebenfalls 140 Euro. „Schlechtes Benehmen hat einen hohen Preis“, teilten die Behörden mit.

„Kehrpausen“ im Rotlichtviertel
Im Rotlichtviertel wird es zudem an besonders vollen Abenden „Kehrpausen“ geben - ganze Straßen sollen kurzfristig zum Saubermachen gesperrt werden. Auch das Schließen von Straßen wegen Überfüllung ist möglich. Die niederländische Hauptstadt mit knapp 800.000 Einwohnern rechnet in diesem Jahr mit rund 18 Millionen Besuchern.

 krone.at
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