Operndrama

Musiktheater im Visier des Landes-Rechnungshofs

Oberösterreich
06.12.2009 12:02
Am Freitag waren auf der Baustelle des Linzer Musiktheaters zwei Schwarzarbeiter aufgeflogen, und schon ist der nächste strenge Blick auf die Linzer Opernwelt im Werden. Helmut Brückner, Chef des Oberösterreichischen Landesrechnungshofes, nimmt zwar nicht die Stimmbänder von Stars wie Anna Netrebko und Rolando Villazón unter die Lupe, aber er durchleuchtet mit seinem Team und externen Experten die Planung des neuen Linzer Musiktheaters.

Einen konkreten Anlass – im Sinne eines Verdachts, dass da etwas schief läuft – gibt's laut Brückner zwar nicht. Aber aus der permanenten Risikoanalyse heraus, mit der der Landesrechnungshof das Geschehen in Oberösterreich im Auge behält, und eingedenk der Kostenprobleme bei anderen Großprojekten (wie der Linzer Sporthalle oder dem Landesdienstleistungszentrum am Bahnhof) ist so ein 150-Millionen-Euro-Bauvorhaben natürlich hochinteressant für die Landesprüfer.

Trau, schau wem
Konkret geht's laut Brückner um Fragen wie: "Ist bei der Planung alles berücksichtigt worden?" "Wird die Theatertechnik am modernsten Stand sein?" "Sind – im Interesse der Steuerzahler – Nachjustierungen oder gar gröbere Änderungen notwendig?"

Auch das Projektmanagement und das Finanzierungsmodell werden bei dieser "zeitnahen" Prüfung – die Planungsphase ist ja schon abgeschlossen – unter die Lupe genommen.

Brückner und seine Mannschaft wollen auch herausfinden, ob ihre Empfehlungen aus früheren Prüfungen von Bauprojekten bei der Theaterplanung umgesetzt wurden. Das Ergebnis soll im April 2010 vorliegen.

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