Ursache geklärt

Rauch in Lufthansa-Maschine wegen Sprühmitteln

Offenbar war es eine minimale, aber peinliche Panne, die am Sonntag zur "Rücklandung" einer mit 61 Passagieren besetzten Lufthansa-Maschine am Linzer Flughafen geführt hat. Nur 15 Minuten nach dem Start rauchte es im Cockpit. Wie die technische Untersuchung nun ergab, hatte ein Servicemann offenbar vor dem Start mit dem Enteisungsmittel die Hilfsturbine am Heck besprüht - das dürfte den Rauch verursacht haben.

Prompt verbrannte das Mittel, wodurch Rauch durch die Klimaanlage in das Cockpit gelangte. „Die Hilfsturbine ist für die Klimaanlage und die Wärmeversorgung in der Kabine zuständig. Mittlerweile hat sich unsere Vermutung erhärtet, dass offenbar ein Servicemann am Linzer Flughafen beim Besprühen des Flugzeugs mit Enteisungsflüssigkeit einen Fehler gemacht hat“, berichtet Thomas Jachnow, Pressesprecher der Lufthansa in Frankfurt am Main.

Diese Turbine ist heiß, das Enteisungsmittel verdunstete und verbrannte, gelangte dann über die Leitungsrohre vom Heck in den vorderen Innenbereich der Maschine.

„Das Ganze war völlig ungefährlich. Aber die Entscheidung der Piloten, sofort zurückzufliegen, war trotzdem richtig“, erklärt der Lufthansa-Sprecher. Die 61 Passagiere der „Avro 800“ wurden umgebucht. Ein Fluggast und ein Crewmitglied waren geschockt und  mussten versorgt werden.

Eine Passagierin, die anonym bleiben möchte, schildert den Flug LH 3529: „Plötzlich sagte ein Steward, dass es ein Notfall sei. Angeblich konnte der Pilot vor lauter Rauch die Instrumente kaum noch ablesen.“

von Christoph Gantner, "Oberösterreichische Krone"

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