Abschied aus Wien
IAEO-Chef ElBaradei feierte seinen Ausstand
Der 67-Jährige Ägypter hatte zwölf Jahre lang die UN-Behörde in Wien geführt und für seine Arbeit unter anderem den Friedensnobelpreis erhalten. Weltweites Aufsehen erregte er unter anderem mit seiner Aussage vor dem Irak-Krieg 2003, dass die IAEA keine Beweise für die Existenz oder den Bau von Massenvernichtungswaffen im Irak habe. Trotz politischen Drucks der USA war ElBaradei bei seiner Haltung geblieben.
Sein politischer Abschied geriet am Freitag dagegen eher negativ: ElBaradei, der sich immer nachdrücklich für ein verbessertes Verhältnis zum Iran eingesetzt hatte, musste zusehen, wie der IAEO-Gouverneursrat eine neue Resolution gegen das islamische Land verabschiedete.
Letzter Erfolg: Die Brennstoff-Bank
Als Erfolg wird ihm aber an seinem letzten Arbeitstag - am Montag ist in der UN ein islamischer Feiertag - die Zustimmung zu der von ihm konzipierten Bank für Kernbrennstoff in Erinnerung bleiben. Nach jahrelangen Diskussionen billigte der Gouverneursrat schließlich die Einrichtung einer Brennstoff-Bank in Russland, von der Länder unter IAEO-Aufsicht schwach angereichertes Uran kaufen können. Dieses System soll langfristig den privaten Handel von Nuklearmaterial ersetzen und Länder von der eigenen Anreicherung abhalten.







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