Mi, 18. Juli 2018

DSGVO als Vorbild

29.06.2018 08:22

Kalifornisches Gesetz verschärft Datenschutz

Der US-Bundesstaat Kalifornien, Wiege zahlreicher Technologiekonzerne, hat ein Gesetz für einen besseren Datenschutz von Internetnutzern verabschiedet. Der „California Consumer Privacy Act“ wurde am Donnerstag vom Senat und Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates gebilligt. Inspiriert ist das Gesetz von der seit Ende Mai in der EU geltenden Datenschutzgrundverordnung.

Das Gesetz, das am 1. Jänner 2020 in Kraft treten soll, verpflichtet Unternehmen offenzulegen, welche Kunden- und Nutzerdaten sie speichern. Gleichzeitig sollen Nutzer die Möglichkeit erhalten, die Verwendung ihrer persönlichen Daten zu kommerziellen Zwecken zu untersagen. Unter anderem sollen die Internetfirmen einen Link anbieten, mit dem Nutzer ohne großen Aufwand den Weiterverkauf ihrer Daten verbieten können.

Zwangsmaßnahmen wie Bußgelder sind nicht vorgesehen. Verbraucher sollen aber die Möglichkeit bekommen, juristisch gegen die Unternehmen vorzugehen. Nach Angaben von Medien und Verbänden ist es das erste Gesetz dieser Art in den USA. Kalifornien reagiert damit auch auf den Skandal beim sozialen Netzwerk Facebook, das wegen seines Umgangs mit persönlichen Daten unter massivem Druck steht.

Neue EU-Datenschutzregeln seit Ende Mai
In Europa gilt seit Ende Mai die neue EU-Datenschutzgrundverordnung. Sie macht Unternehmen und Organisationen europaweit gültige Vorgaben für die Speicherung von Kunden- und Nutzerdaten - betroffen sind aber auch Firmen in Drittländern, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten. Plattformen müssen von ihren Nutzern eine „freie, spezifische, informierte und eindeutige“ Zustimmung zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten einholen.

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