Di, 21. August 2018

Prozess in Innsbruck

26.06.2018 08:39

Autos beschädigt und dabei einen Falschen erwischt

Es scheint der Streit in einem Mehrparteienhaus im Unterland tobt nicht nur schon sehr lange, sondern auch recht ausufernd. So hat eine 43-Jährige mehrere Autos derart zerkratzt, dass insgesamt ein nachweisbarer Schaden von über 5000 Euro entstand. Am Innsbrucker Landesgericht kam es deshalb am Montag zum Prozess.

Die Verhandlung am Montag begann erst Mal mit - nichts. Ganze 45 Minuten ließ die Angeklagte nämlich auf sich warten. Schuld sei ein Stau gewesen. Als die 43-jährige Serbin schließlich vor dem Richter Platz nahm, stritt sie zu Beginn alles ab. Nach der Aufklärung, dass im Falle eines Schuldspruches ein Geständnis ein wichtiger Milderungsgrund sei, änderte die Serbin ihre Meinung doch - und bekannte sich teilschuldig. Vermutlich auch, weil es von einigen der Taten Videoaufzeichnungen gab.


Geldstrafe und Schadenersatz
„Mein Auto wurde aber auch immer wieder zerkratzt“, schilderte die Angeklagte. Zudem sei ihr die Post gestohlen und Müll vor die Tür gelegt worden. Bei der Vernehmung der Zeugen stellte sich schließlich heraus, dass sie einen der Herrn, dessen Auto beschädigt wurde, gar nicht kannte - „das war eine Verwechslung, tut mir leid.“ Der Richter sprach sie für jene Taten, die auf dem Video zu sehen waren, schuldig. Für die schwere Sachbeschädigung gab es eine Geldstrafe in der Höhe von 1200 Euro - die Hälfte davon unter einer Probezeit bedingt nachgesehen. Zudem Schadenersatzzahlungen und die Kosten des Verfahrens. Nicht rechtskräftig. 

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter
 krone.at
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