Unglück mit 31 Toten

Gas-Kesselwaggon explodiert: GATX zahlt Entschädigung

Ausland
24.11.2009 15:57
Die in Wien ansässige Firma GATX Rail Austria hat sich dazu bereiterklärt, die Hinterbliebenen und Verletzten des tödlichen Bahnunglücks von Viareggio zu entschädigen. 31 Menschen waren ums Leben gekommen, als im Juni ein der GATX gehörender Gas-Kesselwaggon entgleiste und eine gigantische Explosion auslöste. Unglücksursache war vermutlich ein Achsbruch. Über die Höhe der Zahlung wurde nichts bekannt, sie dürfte aber in die Millionen gehen.

Mit dieser Initiative wolle GATX eine rasche Entschädigung der Angehörigen der Opfer und all jener Personen ermöglichen, die beim Unglück schwere Verletzungen erlitten haben, hieß es seitens des Unternehmens. Dieser Schritt dürfe allerdings nicht als Schuldbekenntnis betrachtet werden. Die GATX und ihre Mitarbeiter hatten bereits kurz nach dem Unglück eine Million Euro für die Hinterbliebenen und Verletzten des Bahnunglücks gespendet.

Achsbruch vermutlich Auslöser des Infernos
Der Kesselwaggon mit Flüssiggas war am 29. Juni im Bahnhof von Viareggio explodiert. Durch die Wucht der Detonation wurden zahlreiche Häuser in der Umgebung zerstört. Experten vermuten, dass ein Achsbruch an dem Tankwaggon das Inferno ausgelöst hatte.

Der Bürgermeister von Viareggio, Luca Lunardini, begrüßte die Initiative der GATX. Auch der Geschäftsführer der Italienischen Staatsbahnen, Mario Moretti, lobte die Bereitschaft zur Entschädigung der Hinterbliebenen und Verletzten des Bahnunglücks. Fünf Monate nach der Katastrophe befinden sich noch fünf Verletzte im Krankenhaus.

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