Steigerung um 8,5 %

“Saft” aus der Dose wird teurer – nur Private betroffen

Oberösterreich
24.11.2009 12:48
Die Energie AG und die Linz AG haben beim Strompreisgipfel am Dienstag eine deutliche Preiserhöhung beschlossen. Um rund 8,5 Prozent werden Kunden zur Kasse gebeten. Betroffen sind lediglich private Haushalte.

Bis Jahresende gilt das zu Wahlzeiten gegebene Versprechen, die Preise nicht zu erhöhen. Mit Jänner steigen die Stromkosten dann umso deutlicher. Ein Durchschnittshaushalt wird künftig pro Monat ca. 4,5 Euro mehr für Elektrizität ausgeben müssen. Im Jahr sind das etwa 54 Euro.

Nachwehen des Jahres 2008
Der Strom muss eineinhalb Jahre im Voraus gekauft werden – und 2008 sei ein besonders teures Stromjahr gewesen, begründen die Energieunternehmen die Anhebung. Zudem seien die Strompreise im Land ob der Enns seit drei Jahren stabil gewesen. Damit reagierten Linz AG und Energie AG auf die Kritik, dass die Strom-Großhandelspreise eigentlich gesunken sind.

Protest gescheitert
Energieregulierungsbehörde und Wirtschaftskammer haben die Maßnahme als "unnötig" und "Kaufkraft entziehend" kritisiert. Dieser Protest verhallte aber ungehört. Zahlen dürfen nun die privaten Haushalte, Industrieunternehmen und Großabnehmer haben Einzelverträge und sind von der Tarifanhebung nicht betroffen.

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