Unter strengen Vorgaben wird im Juli mit umfangreichen Arbeiten am Zlaner Stausee bei Stockenboi begonnen. Die Sperrenmauer und alle unter Wasser liegenden Anlagenteile müssen inspiziert und eventuell saniert werden. Dafür muss der See entleert werden. Im Herbst kann voraussichtlich der Stöpsel gezogen werden.
„Wir wissen, dass wir eine sensible Aufgabe vor uns haben, aber die wichtige Inspektion der Sperrenmauer und aller unter Wasser liegenden Anlagenteile wird uns vom Unterausschuss für Talsperren der österreichischen Staubeckenkommission vorgeschrieben“, erklärt Projektleiter Mario Körbler. „Derzeit werden Vorbereitungen getroffen, dass durch unsere Arbeiten keine Schäden an Natur und Umwelt entstehen. Deshalb müssen wir die Fische des Weißenbaches vorübergehend im Schlossteich Paternion in Sicherheit bringen.“
Denn in der ersten Arbeitsphase wird im Bereich unmittelbar hinter der Sperrenmauer ein Saugbagger eingesetzt, um etwa 25.000 Kubikmeter Feinsediment dosiert über die Mauer in den Weißenbach zu pumpen. Unterhalb der Staumauer wird das Feinsediment mit sauberem Wasser aus dem Grundablass vermischt, damit es über den Bach in die Drau gelangen kann. Das Wasser wird ständig kontrolliert. Droht ein Grenzwert überschritten zu werden, wird sofort entweder sauberes Wasser beigemischt oder weniger Feinsediment abgepumpt.
Erst dann kann der Wasserspiegel im Stausee abgesenkt werden, bis der Stauraum vollkommen entleert ist. Im November sollen der freie Durchlauf durch den Stausee und die Talsperre hergestellt sein. Dann beginnt die Kelag mit Inspektionen und Sanierungsarbeiten. Auch der Generator im Krafthaus Kamering wird einer Revision unterzogen.
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