Arbeitsmarkt

Krise verschärft Probleme der Frauen in Tirol

Tirol
23.11.2009 16:09
"Mit Schrecken" registrieren die SPÖ-Frauen Nachrichten über Rückgänge im Tourismus und Probleme im Handel: "Das bedeutet nämlich, dass die Krise die Bereiche erreicht hat, in denen viele Frauen arbeiten und nicht einmal gut verdienen." Frauen verdienen im Schnitt 1.630 Euro brutto, Männer 2.445 Euro.

Mit der Einkommenssituation in Tirol ist es nicht zum Besten bestellt: 2.053 Euro brutto Durchschnittslohn bedeuten im österreichweiten Vergleich den vorletzten Platz, nur im Burgenland wird noch weniger gezahlt. 

Lohnschere geht immer weiter auf
"Den Frauen in Tirol geht es noch schlechter, sie verdienen im Schnitt 1.630 Euro brutto gegenüber den Tirolern mit 2.445 Euro", erklärten am Montag SP-Frauenvorsitzende Gisela Wurm und Bezirksfrauenvorsitzende Lisa Jenewein.

"Mit einem Durchschnittslohn für Frauen einkaufen zu gehen, ist kein Vergnügen mehr. Die Lohnschere geht immer weiter auf. Da darf nicht länger untätig zugeschaut werden und die Krise darf nicht der Vorwand sein, Frauen vom Arbeitsmarkt zu verdrängen", erklärte Wurm.

Als Konsequenz fordern die SPÖ-Frauen Transparenz bei den Gehältern wie in Skandinavien praktiziert, wo Betriebe ab 25 Angestellten Gehaltsstrukturen bekanntgeben. Weiters verlangen sie den Ausbau der Kinderbetreuung: "Ganzjährig, ganztägig und gratis!"

von Philipp Neuner, Tiroler Krone

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