So, 22. Juli 2018

Viele Reaktionen

18.06.2018 06:05

Pferde-Tod: Entsetzen und Ruf nach Aufklärung

Selten löste ein Artikel in der „Tiroler Krone“ derart heftige Reaktionen aus wie jener am Sonntag, als es um den Zusammenbruch zweier Kutschenpferde in Axams ging. Wie berichtet https://www.krone.at/1724381 verendete eines Tier nach den von Zeugen vermuteten Strapazen an einem Hitzetag. Der Tenor der Lesermeinungen reicht von Entsetzen bis zur vehementen Forderung nach Aufklärung und Konsequenzen.

Zahlreiche Augenzeugen schilderten, wie die Tiere die schwere Kutsche mit mindestens 15 Gästen zum Ziel zogen, umstürzten und reglos liegen blieben. Ein Tier starb kurz danach. Auf einem Video und mehreren Fotos sind die schlimmen Szenen eindeutig dokumentiert. „Um Gottes willen“, riefen Mitglieder einer Reisegruppe, sie konnten aber nur hilflos zusehen und selbst nichts tun.

„Mir fehlen die Worte“
Allein auf krone.at sahen binnen weniger Stunden Zehntausende Leser den Bericht über die Pferde-Tragödie. „Ich bin selbst Pferdebesitzerin und wenn ich sowas sehe, fehlen mir die Worte“, schreibt „Michaela56“ - „Furchtbar, da kommen einem die Tränen“, ist Leserin „chouette2222“ betroffen. - Und „leserin07“ kommentiert: „Ein Kutscher und Fuhrwerksunternehmer, der seine Pferde dermaßen schindet, gehört nicht nur sehr streng bestraft, sondern der ganze Betrieb gehört strengstens kontrolliert und alle Pferde einem Gesundheitscheck unterzogen.“

Behörde bekam Fotos
Wie berichtet, wurden Amtstierarzt Josef Öttl und Tirols Tierschutzombudsmann Martin Janovsky kurz vor dem Wochenende über den Fall informiert, erste Ermittlungen gab es noch am Freitag. Jetzt wird die Behörde aufklären müssen, ob der Besitzer seine Pferde an diesem Tag (oder generell) vernachlässigte.

Verfahren einleiten?
Bei allen berechtigten Emotionen geht es nun um gesicherte Fakten: „Wir brauchen sachliche Grundlagen, dann folgt ein offizielles Ermittlungsverfahren“, sagte Tirols Tierschutzombudsmann Martin Janovsky zur „Krone“. Immer wieder enden derartige Vorfälle für den Tierbesitzer auf der Anklagebank am Gericht.

Besitzer hat andere Version
Indessen meldete sich am Sonntag Abend auch der Pferdebesitzer bei der „Krone“. Laut seiner Version schlug ein Pferd nach Ankunft über die Deichsel, worauf beide stürzten. Das zweite Tier wurde daher vom andern „begraben“ und fand dann durch Sauerstoffmangel den Tod. Die „Krone“ wird bei der Behörde recherchieren, wie plausibel diese Version ist.

Andreas Moser
Andreas Moser
 krone.at
krone.at

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