Do, 18. Oktober 2018

Von Alkolenker erfasst

18.06.2018 06:30

Leonie (15) starb zwei Kilometer vorm Elternhaus

Übermut von drei Teenagern auf ihren Mofas und Alkohol am Steuer eines Autos: Diese Kombination riss ein 15-jähriges Mädchen aus Taufkirchen/T. in Oberösterreich aus dem Leben. Leonie R. wurde beim Überqueren der B 141 - keine zwei Kilometer vom Elternhaus entfernt - von einem Auto erfasst, starb noch an der Unglücksstelle.

Das 15- und 16-jährige Trio war Sonntagfrüh um 0.45 Uhr auf einer schmalen Gemeindestraße unterwegs, wollte die Rieder Bundesstraße überqueren und zum Elternhaus eines der beiden Burschen in der Ortschaft Weng in Hofkirchen/Trattnach fahren. Auf ihren Aprilia- und Derbi-Mopeds fuhren die übermütigen Teenager an einer Hecke, die bis zur Straße reicht, vorbei und über die hier schnurgerade B 141, auf der von links der BMW eines Natternbaches (32) und dessen Lebensgefährtin heranrauschte.

Mädchen 110 Meter weit in Wiese geschleudert
Die Burschen schafften es über die Straße, Leonie nicht: Sie wurde seitlich vom Pkw gerammt und blieb erst 110 Meter weiter im Wiesenstreifen liegen. Das Rote Kreuz schickte Notarzt und Sanitäter, auch der Hausarzt war schnell vor Ort. Doch für Leonie kam jede Hilfe zu spät, sie erlag am Unfallort ihren Verletzungen.

Dritter tragischer Tod in der Gemeinde Taufkirchen/Trattnach
„Ich habe Leonie so oft mit ihrem Moped fahren sehen. Das Mitgefühl der ganzen Gemeinde gilt den Eltern und den Geschwistern“, sagt Bürgermeister Gerhard Schaur, der ein Nachbar von Leonies Familie ist. Das ist der dritte tragische Todesfall in kurzer Zeit in Taufkirchen, zwei knapp 40-jährige Mitbürger waren kürzlich an Krebs verstorben.

Kleiner Geschwister trauern um die tote Schwester
Auch Leonies Familie - die Schülerin hat zwei kleinere Geschwister - ist vom Schicksal schwer geprüft: Der Papa, der in Grieskirchen eine Firma betreibt, hat ein Krebsleiden überstanden, die pflegebedürftige Oma wird daheim betreut.

Autolenker und Buben auf Mopeds waren alkoholisiert
Jetzt kommt auf alle Beteiligten neben der schweren Trauerarbeit noch viel Ärger zu: Der Autolenker war mit 0,7 Promille alkoholisiert, die Buben auf ihren Mopeds hatten je rund 0,6 Promille intus. Und Leonie hätte gesetzlich um Mitternacht daheim sein müssen. Ihre Leiche wird obduziert, Moped und Auto werden gerichtlich untersucht.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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