Attacke wie in Wien

Wurde auch Linzer Oberarzt Opfer eines Autodiebs?

Oberösterreich
18.11.2009 18:16
Zwei Todesschüsse sind vor wenigen Tagen in einer Wiener Krankenhausgarage abgegeben worden – und 15 Messerstiche wurden auf einem Linzer Spitalsparkplatz verübt: Jetzt rätselt die Polizei, ob den mysteriösen Mordanschlag auf den Linzer Drogenarzt Dr. Bernhard Lindenbauer (52) auch ein verhinderter Autodieb verübt haben könnte. Personen aus dem Umfeld des Arztes scheiden nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hingegen aus.

Fast 600 Alibi-Überprüfungen und DNA-Vergleiche in der Rauschgiftszene blieben erfolglos, seit am 7. März 2008 der Linzer Drogentherapeut vor seinem Auto niedergestochen worden war. Nur drei Tage später wurde auch einer seiner Drogenpatienten bei einem Doppelmord erstochen. Bis heute kennen die Ermittler kein Motiv, keinen Zusammenhang der Wahnsinnstaten.

Kein Motiv nachweisbar
Auch der Verdacht, der Psychiater könnte wegen eines negativen Gutachtens einem Racheakt eines abgewiesenen Asylwerbers zum Opfer gefallen sein, ließ sich nie erhärten: "Ich kenne den Täter nicht", wiederholte der schwerst verletzte Oberarzt immer wieder, wenn ihm Polizeifotos von Verdächtigen vorgelegt wurden.

War er, so wie nun die Wiener Krankenschwester (49), nur am falschen Platz, als ein Autodieb auf dem Personalparkplatz vor der Linzer Nervenklinik zuschlagen wollte? "Dort ist aber kein Fahrzeug geplündert oder gestohlen worden", rätselt ein Ermittler, der nach wie vor ein Motiv oder einen "Verrückten" sucht.

Kronen Zeitung

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