"Waffennarr"

600 Waffen in Haus - vier Jahre Haft für Ferlacher (53)

Kärnten
18.11.2009 18:07
Es war der größte Waffenfund in der Nachkriegszeit in Kärnten: An die 600 Maschinengewehre, Karabiner, Handgranaten und zigtausende Schuss Munition hatte ein 53-jähriger "Waffennarr" in einem Haus in Ferlach gelagert – die "Krone" berichtete ausführlich. Am Mittwoch wurde deshalb der gebürtige Deutsche vom Landesgericht in Mannheim (Deutschland) zu vier Jahren Haft verurteilt.

Der Ferlacher war ins Visier der deutschen Ermittler geraten, weil bei der Verhaftung von zwei Suchtgiftdealern in deren Wohnung in Mannheim fünf Maschinenpistolen, Schalldämpfer und Munition gefunden wurden. Bei der IWA, der Internationalen Messe für Jagd- und Sportwaffen in Nürnberg, klickten vor acht Monaten die Handschellen.

In seinem Auto wurden damals zwei Handgranaten und eine "Makarov"-Pistole sichergestellt. Denn der 53-Jährige hatte vorgehabt, sich in die Luft zu sprengen, wenn er in eine Polizeikontrolle kommen sollte. Bei Hausdurchsuchungen in Ferlach fanden Ermittler schließlich das Waffenlager, das der 53-Jährige vor Gericht mit seiner Leidenschaft für Waffen begründete.

Er wurde wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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