Einen neuen Job hat er schon, einige tausend Euro will er noch: Die Rede ist von Bad Ischls Ex-Tourismusdirektor Robert Herzog. Der 54-Jährige leitete 18 Jahre lang die Geschicke im Tourismusverband Bad Ischl, bevor sich der Verband und er im Oktober 2017 überraschend, aber einvernehmlich, trennten. Bis Ende Dezember sollte Herzog im Amt bleiben, Ende November kündigte ihn der Tourismusverband fristlos. Nun treffen sich die beiden Parteien am Gericht wieder.
Am 4. Juni hatte der Ischler Ex-Tourismusdirektor Robert Herzog (54) seinen ersten Tag als Chef des Tourismusverbands Leoben (Steiermark). Einen Tag später, am 5. Juni, sitzt er am Landesgericht in Wels. Dort beginnt der Prozess gegen den Tourismusverband Bad Ischl. Streitpunkt: Seine fristlose Entlassung mit Ende November. Denn eigentlich war mit dem Tourismusverband seine Dienstzeit bis Ende Dezember abgesprochen, doch der Vorstand änderte seine Meinung, will Fehltritte Herzogs in seiner 18-jährigen Amtszeit aufgedeckt haben - und warf Herzog einen Monat früher hinaus.
Forderungen in unbekannter Höhe an Tourismusverband
Mit Folgen: „Sie werfen mir Fehltritte aus dem Jahr 2001 vor“, sagt Herzog. Er ist sich keiner Schuld bewusst, rechnet sich gute Chancen aus und fordert das fehlende Monatsgehalt und noch mehr (was ihm durch die einvernehmliche Kündigung zugesagt wurde) vom Tourismusverband. Um wie viel Geld es genau geht, wollte er nicht sagen.
Wirbel im Vorstand
Innerhalb des Verbands, für den kürzlich Stephan Köhl als zukünftiger Direktor vorgestellt wurde, geht es übrigens derzeit rund. Mehrere Mitglieder warfen das Handtuch, Geschäftsleute legen sich gegen Pläne des Verbands quer. Dieser hat aber nun selbst seine Amtszeit verlängert: Die für Juni geplante Neuwahl wurde in den Herbst verschoben.
Simone Waldl, Kronen Zeitung
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