Wie legt man einen Druckverband an? Was tun, wenn jemand bewusstlos ist? Für rund 500 Jugendlichen des Roten Kreuzes Tirol sind diese Fragen ein Kinderspiel. „Nicht wegschauen, helfen!“, sind sie sich einig. Am Wochenende messten sich Tirols Nachwuchssanitäter in Kufstein in Erster Hilfe und Sanitätshilfe.
280 Jugendliche aus 55 Jugendgruppen trafen sich in Kufstein zum jährlichen Landesjugendbewerb. „Natürlich wird am Bewerbstag um den besten Platz gerungen, die Gemeinschaft und der Spaß sind jedoch das Wichtigste an diesem Wochenende. Diese Gemeinschaft wird im Roten Kreuz groß geschrieben“, erklärte Landesjugendreferent Michael Glahn.
Diverse Szenarien standen auf der Agenda
Dieser Meinung waren auch Hanna und Sophia, die beiden 13-jährigen Mädchen aus Sillian: „Wir erwarten uns eine gute Platzierung im Bewerb, freuen uns darüber, dass wir neue Bekanntschaften schließen können und haben dazu noch großen Spaß!“ Über ganz Kufstein verteilt absolvierten die Jugendlichen unterschiedlichste Szenarien. „Vom Sturz, über Strom- und Verkehrsunfall bis hin zur anstrengenden Reanimation werden die Jugendlichen mit realitätsnahen Aufgaben konfrontiert. Es freut mich zu sehen, mit wie viel Engagement und Wissen die Jugendlichen bei der Sache sind“, sagte Nina Dissertori vom Roten Kreuz Tirol.
Bewerter vergaben Punkte für die Leistungen der Jugendlichen und am Ende des Tages gab es einen Sieger nach Punkten. „Ihr habt meinen vollen Respekt“, sagte Robert Moser, Präsident des Roten Kreuzes Tirol. „So fachkundig, qualifiziert und einfühlsam wie hier geholfen wird, bin ich überzeugt, dass die Jugendlichen im Roten Kreuz richtig sind. Sie helfen aus Liebe zum Menschen.“
Auch ein Landesjugendlager stand im Angebot
Erstmals wurde im Rahmen des Landesjugendbewerbs in Tirol auch ein Landesjugendlager organisiert. So konnten auch die zehn Gruppen „Bewerbsluft“ schnuppern, die noch zu jung zur Teilnahme sind, kein Team organisieren konnten oder sich bei der Theorie-Vorprüfung im April nicht qualifizieren konnten. Für sie gab es ein tolles Rahmenprogramm, für das die Stadtfeuerwehr Kufstein und die Tiroler Polizei gewonnen werden konnten.
Hubert Berger, Kronen Zeitung
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