Mo, 17. Dezember 2018

Einigkeit im Landtag

03.06.2018 06:00

Klares Nein gegen die politikfreien Wochenenden

In Salzburg einigte sich die neue Landesregierung erneut auf verpflichtende, politikfreie Wochenenden. In Oberösterreich halten die Landtagsparteien wenig von dieser Regelung.

Mostkost, Bieranstich, Feuerwehrfest oder Sportevent!  Bunt gestalten sich die Wochenenden der Politiker. Und das fast 52-mal im Jahr. Eine Auszeit gönnen sich die wenigsten. Es geht aber auch anders. In Salzburg hat sich die neue Landesregierung unter ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer auf die Fortsetzung der politikfreien Wochenenden geeinigt. An jedem zweiten Samstag und Sonntag eines Monats müssen die Vertreter der Regierungsparteien auf Teilnahmen bei Veranstaltungen verzichten. Ausnahmen gelten für den Dezember, Weihnachten, Ostern - und acht Wochen vor einer Wahl.

440 aktive Gemeinden
In Oberösterreich gibt es diese Übereinkunft nicht, weil die Politik darauf pfeift. VP-Landeshauptmann Thomas Stelzer betont zwar die Wichtigkeit von Freiräumen für die Familie, als Landesoberhaupt sei es aber eine Pflicht, immer im ganzen Land mit seinen 440 sehr aktiven Gemeinden und unzähligen engagierten Vereinen unterwegs zu sein.

Politik ist Siebentage-Job
Für FPÖ-Klubchef Herwig Mahr ist Politiker ein Siebentage-Job. „Ein selbst auferlegtes Veranstaltungsverbot ist unangemessen für unsere Berufssparte. Der direkte Bürgerkontakt ist mir sehr wichtig. Und der findet vor allem bei Veranstaltungen statt.“ Dass Mahr aus Sorge vor Langeweile so ablehnend reagiert, ist ausgeschlossen. Der Tierliebhaber verbringt jede freie Minute bei seinen „Viecherln“ und bei seiner Familie.

Auch Rot und Grün gegen Freizeit-Pflicht
Für SPÖ-Landeschefin Birgit Gerstorfer ist der Besuch einer Veranstaltung auch ein Ausdruck von Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit. „Deshalb nehme ich mir gern die Zeit dafür, da gerade an Wochenenden etwas weniger Termindruck herrscht und mehr Zeit für Gespräche bleibt!“

Keine klassische Arbeitswoche möglich
Grünen-Chefin Maria Buchmayr ist sich bewusst, dass es in ihrem Job keine klassische Arbeitswoche geben kann. „Wenn sehr viele Menschen an Wochenenden arbeiten, soll es auch die Politik tun. Sie darf nicht schweigen und untätig sein, wenn Arbeit ansteht, nur weil man es vereinbart hat.“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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