30.05.2018 15:00 |

Junge noch fauler

Jeder dritte Wiener trennt Müll nicht

Für 85 Prozent der Österreicher ist Mülltrennung ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz - theoretisch. Laut einer neuen Studie macht dies österreichweit im Schnitt nur rund jeder Zweite wirklich, in Wien sogar nicht einmal jeder Dritte. Auch Junge unter 30 Jahren sind generell „Müll-Muffel“.

Knapp 30 Prozent der Jungen trennen ihren Abfall sorgfältig, bei den Über-60-Jährigen hingegen schon 62 Prozent, so eine Studie der heimischen Entsorgungsbetriebe. Neben Nachlässigkeit gilt Mangel an Information über das richtige Trennen als Hauptgrund für das überraschend schlechte Abschneiden der Jüngeren. „Einfach wegwerfen können wir uns aber nicht mehr leisten, weder ökologisch noch ökonomisch“, warnt Hans Roth, Chef des Entsorgers Saubermacher. 600.000 Tonnen an Glas, Papier, Plastik und Metall landen daher jährlich im Restmüll, statt als kostbarer Rohstoff wiederverwertbar zu sein.

Neben der unnötigen Umweltbelastung kommt das auch die Konsumenten teuer: Je weniger Abfall eine Gemeinde getrennt als Wertstoff weiterverkaufen kann, umso höher die Müllgebühr. Diese beträgt im Schnitt pro Haushalt 180 Euro im Jahr.

Kronen Zeitung

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