Ein "Brückenbauer"

Rolf Hinrichs soll neuer Vorstand der Kabeg werden

Kärnten
09.11.2009 14:54
Die Kärntner Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft Kabeg erhält aller Voraussicht nach einen neuen Vorstandschef. Der seit September vergangenen Jahres vakante Posten soll mit dem 48 Jahre alten Deutschen Rolf Hinrichs (Bild oben) besetzt werden. Darauf hat sich am Montag der Kabeg-Aufsichtsrat geeinigt.

Die Kabeg, welche die Kärntner Landesspitäler mit rund 7.000 Mitarbeitern verwaltet, war im vergangenen Jahr in Turbulenzen geraten, nachdem das BZÖ den Grazer Universitätsprofessor Dieter Mandl als Vorstand installiert hatte. Mandl suspendierte sowohl den kaufmännischen als auch den medizinischen Direktor des LKH Klagenfurt und sorgte ständig für Wirbel. Nach einem halben Jahr wurde er abberufen und prozessiert seither gegen das Land. Die beiden Vorstands-Stellvertreter Dieter Errath und Johann Marhl führten interimistisch das Unternehmen.

Lobende Worte für Hinrichs
Insgesamt 92 Kandidaten haben sich laut BZÖ-Klubchef Kurt Scheuch nach der Ausschreibung des Vorstandspostens beworben. Fünf davon wurden letztlich zum Hearing geladen, am Montag entschied sich der Aufsichtsrat für Rolf Hinrichs. Er bringe als Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Diplompolitologe wichtige Qualifikationen und habe Erfahrung im Spitalsmanagement, verteilte Gesundheitslandesrat Peter Kaiser (SPÖ) Vorschusslorbeeren. ÖVP-Klubchef Stephan Tauschitz bezeichnete Hinrichs als "Brückenbauer", für Scheuch wirkt der Neue "ausgleichend".

Hinrichs ist derzeit Vorstandsmitglied der Kliniken Nordoberpfalz A, zuvor leitete er vier Jahre lang das Kreiskrankenhaus Stollberg im Erzgebirge als Geschäftsführer. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

"In den kommenden zwei Wochen werden wir über einen Vertrag verhandeln", kündigte Scheuch an. Er rechne damit, dass Hinrichs Anfang 2010 seinen neuen Job antreten werde. Noch offen ist die Laufzeit des Vertrags, es könnten drei, vier oder auch fünf Jahre sein, sagte Scheuch. An den Finanzen wird die Causa jedenfalls nicht scheitern. Die mit dem Bezug eines Landesrates (12.415,40 Euro brutto monatlich) fixierte Einkommensobergrenze wurde von Hinrichs akzeptiert.

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