So, 23. September 2018

Tunesier angeklagt

27.04.2018 16:16

Pensionistenpaar getötet - Mordprozess im Juni

Ab 18. Juni muss sich Mohammed H. wegen Doppelmordes in Linz vor Gericht verantworten. Die Tat des gebürtigen Tunesiers hatte im Sommer 2017 für Aufsehen und Entsetzen gesorgt. Die Anklage wirft ihm vor, er habe ein betagtes Ehepaar getötet und in der Wohnung der Opfer in Linz-Urfahr Feuer gelegt. Der Prozess ist für drei Tage angesetzt.

Mohammed H. (50) ist wegen Doppelmordes, versuchter Brandstiftung und Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Auch seine Einweisung in eine Anstalt wird beantragt. In einem psychiatrischen Gutachten wird er zwar als zurechnungsfähig eingestuft, aber durch eine „querulantische Persönlichkeitsstörung“ sei er weiterhin gefährlich.

IS verherrlicht
Darin dürfte auch das Motiv für die Tat liegen. Als Ausländer und Muslim fühlte er sich in Österreich ungerecht behandelt. Das drückte er auch in Internetpostings aus, in denen er den IS verherrlichte und Durchhalteparolen für IS-Kämpfer ausgab.. Seine betagten Opfer, die er kannte, weil er sie mit Biogemüse beliefert hat,  soll er nur deshalb ausgewählt haben, weil der Sohn des Ehepaares in einer FP-geführten Abteilung der Landesregierung arbeitet. Die Familie selbst hat jedoch kein Nahverhältnis zur Partei.

Prozess mit Sicherheitsvorkehrungen
Der Prozess in Linz findet unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten 10 bis 20 Jahre Haft oder lebenslang.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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