"Brauchen Platz"

Stadt Klagenfurt löst die öffentlichen Kinderkrippen auf

Kärnten
04.11.2009 17:07
Die Stadt Klagenfurt löst die öffentlichen Kinderkrippen auf. Stattdessen sollen an den fünf Standorten Kindergärten eröffnet werden. „Wir brauchen dringend mehr Plätze“, argumentiert Referentin Maria-Luise Mathiaschitz. 42 Sprösslinge hätten heuer abgewiesen werden müssen. Ihre Umstrukturierungen sollen aber nicht mehr kosten, sondern als Teil eines Paketes bis zu zwei Millionen einsparen!

Von den 598 kleinsten Klagenfurtern, die in einer Krippe betreut werden, sind 75 in öffentlichen Gruppen untergebracht. Diese werden nun geschlossen. "Alle Betroffenen kommen in privaten Einrichtungen unter", sagt Vizebürgermeisterin Mathiaschitz.

Für die 14 jüngsten Mädchen und Buben könne eine Ausnahme gemacht werden – ein Standort soll erhalten bleiben, bis das letzte "städtische" Krippenkind in den Kindergarten wechseln kann. Dort sind leistbare Plätze aber rar. Mathiaschitz: "Daher wandeln wir die fünf Krippen in neue Kindergartengruppen um. Das ist sehr wichtig – für die soziale Integration und in vielen Fällen auch, um Migrationskinder besser auf die Schule vorzubereiten."

Zwei Millionen Euro Einsparung
Wundersamerweise kosten diese Umstrukturierungen kein Geld, sondern sollen welches bringen: "260.000 Euro kann ich so auf einen Schlag einsparen. Insgesamt schaffe ich aber nur durch interne Umstrukturierungen in meinem Ressort zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro weniger", erklärt die SP–Chefin.
 
Für die Klagenfurter ändere sich an der Qualität nichts – und auch nicht an den Tarifen: "Das Kindergartengeld wird nicht erhöht! Es bleibt bei 150 Euro." Dass private Kinderkrippen teurer als städtische wären, könne in Härtefällen durch Kinderbetreuungsbeihilfen des Arbeitsmarktservice (AMS) abgefedert werden, so Mathiaschitz.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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