Di, 18. September 2018

Auch AUA betroffen

10.04.2018 08:47

Massive Warnstreiks: Lufthansa streicht 800 Flüge

Massive Warnstreiks haben am Dienstag in ganz Deutschland begonnen. Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes - an Flughäfen, im Nahverkehr, in Kindergärten und anderen öffentlichen Betrieben - legten in der Früh die Arbeit nieder. Die AUA-Mutter Lufthansa strich deswegen rund 800 Flüge, zwölf AUA-Flüge zwischen österreichischen Flughäfen und dem Drehkreuz Frankfurt fallen aus. Insgesamt sind rund 90.000 Passagiere betroffen.

Die Gewerkschaft Verdi will damit kurz vor der dritten Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst den Druck erhöhen. Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske verteidigte die Ausstände. „Mit der massiven Ausweitung der Streiks setzen wir in dieser Woche deutliche Signale an die Arbeitgeber“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Gespräche stehen am 15. und 16. April in Potsdam an. Die Gewerkschaft fordert für bundesweit rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Auch Flugsicherheitskontrolle betroffen
Am Airport Frankfurt legten Beschäftigte der Flugzeugabfertigung und Flughafenfeuerwehr in der Früh die Arbeit nieder. Außerdem sei die Flugsicherheitskontrolle betroffen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. „Das ist auch das, wodurch wir die extremsten Einschränkungen erwarten.“ Am Flughafen München, Deutschlands zweitgrößtem Airport, strich die Lufthansa im Voraus insgesamt 240 Inlands- und Auslandsflüge, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. In Köln wurden 70 Flüge gestrichen. In der Folge fielen auch an weiteren Flughäfen wie Berlin-Tegel und Leipzig/Halle Flüge aus.

Gestrichene Flüge
Insgesamt 90.000 Passagiere sollen von den Ausfällen betroffen sein. Die Lufthansa-Tochter Austrian strich sechs Flüge zwischen Wien und Frankfurt (OS121, OS131, OS133 bzw. OS122, OS132, OS134) sowie Kurse zwischen dem deutschen Drehkreuz und Salzburg (OS261, OS262), Innsbruck (OS277, OS278) sowie Graz (OS251, OS252).

Kostenfrei umbuchen oder auf Bahn ausweichen
Betroffene Lufthansa-Kunden sollen ihren Flug kostenfrei umbuchen oder im Inland auf die Bahn ausweichen können. An Flughäfen arbeiten auch nach Privatisierungen noch zahlreiche Beschäftigte der Kommunen. Bestreikt werden sollen unter anderem Sicherheitspersonal für Personenkontrollen und Bodenverkehrsdienste, etwa bei der Gepäckabfertigung und auf dem Rollfeld.

Die Ausstände an den Flughäfen sollen auf Dienstag beschränkt sein. Die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb kündigten bis Freitag allerdings weitere Warnstreiks im gesamten öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen an. Betroffen sein sollen unter anderem Kitas, der Nahverkehr und die Müllabfuhr.

 krone.at
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