Do, 18. Oktober 2018

Upcycling-Künstler

27.03.2018 11:07

Linzer machen Unikate aus Gebrauchtem

Auf dem Tisch vor Ilona Hennerbichler liegen gebrauchte Holzschraubzwingen. „Aus ihnen werden Regale“, sagt Christoph Möller. In der Linzer Tischlerei Fragile werden die Ideen des Produkt-Designers umgesetzt. Gemeinsam mit Aiko Langaditis treibt der Deutsche die Upcycling-Marke solid.art voran.

Nach einem Auslandsstudiensemester in Kolumbien war Aiko Langaditis klar, dass er ein Zeichen setzen will – gegen Armut und gegen die Wegwerfgesellschaft. Von der Idee bis zur Umsetzung seines Unternehmens mit sozialem Zweck dauerte es vier Jahre, ehe solid.art im April des Vorjahrs geboren war. „Wir wollen alten Dingen neues Leben einhauchen“, sagt Langaditis.

Hocker aus Jausenbrettern
Die Garderobe aus Hobeln, der Schlüssel- oder Messer-Halter aus Wasserwaagen, Hocker aus Jausenbrettern – jedes Stück ist ein Unikat. In der Tischlerei Fragile in Linz werden die Vorstellungen von Produkt-Designer Christoph Möller umgesetzt. Die alten Holzschraubzwingen und ähnliches werden auf Flohmärkten gekauft oder auf Online-Plattformen. Verkauft werden die fertigen Stücke in Linz in der „Horst Wohnküche“ und im „’s Fachl“.

“Wollen Leute beschäftigen, die sonst keinen Job haben“
Die nächsten Schritte? In der offenen Werkstatt, die in der Tabakfabrik als „Grand Garage“ einzieht, wird solid.art den Holzbereich betreuen, im Mai dafür den ersten Tischler einstellen. „Wir wollen Leute beschäftigen, die sonst keinen Job haben“, so Langaditis. Außerdem bastelt Möller an Produkten aus Büchern.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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