Mo, 23. Juli 2018

Frust auf der JKU

25.03.2018 11:31

Linzer Uni: „Außen hui, innen Pfui“-Politik

Eine vertrauliche Umfrage des Betriebsrates der Linzer Uni förderte viel Frust über den Führungsstil des aktuellen Rektorats zutage. Einer der Punkte sei eine „Außen hui, innen Pfui“-Politik der JKU.

Viel Frust im wissenschaftlichen Personal der Linzer JKU zeigt eine Umfrage des Betriebsrates dieser knapp 2000 Personen großen Gruppe, bei der ein Fünftel daran teilgenommen hat.

Keine Karriereperspektiven
Neben einigen positiven Aspekten (Freiheit eigener Forschung, schöner Campus, familiäre Atmosphäre) wird viel Kritik hörbar. Für die Gesamtentwicklung der JKU gibt’s nur eine Schulnote 3+  (Mittelwert 2,82). „Die Befragten wünschen, dass sich der Arbeitgeber stärker für die Verbesserung der Forschungs- und Lehrbedingungen, Entbürokratisierung, Karrieremodelle und für mehr Stellen im wissenschaftlichen Bereich einsetzen soll“, so das Gesamtfazit. „Dem Nachwuchs werden an der JKU keine Karriereperspektiven gegeben“, heißt es an anderer Stelle.

Autokratische Führung
„Führung, Kommunikation, Wertschätzung mangelhaft“ lautet der Titel über Problempunkt 3: „Der Führungsstil des Rektorats (das ja nicht nur aus Rektor Meinhard Lukas besteht) ist autokratisch und top down ausgerichtet. Die Befragten finden, “dass das Rektorat sie als Personen, ihre Arbeit und Leistungen in Forschung und Lehre nicht wertschätzt (es sei denn, sie sind medienwirksam)."

Forschung kommt zu kurz
Problempunkt 5 heißt „PR-Maßnahmen und Campusattraktivierung versus laufender Forschungs- und Lehrbetrieb“. Die „aktive, ambitionierte und engagierte Politik des Rektorats zur Weiterentwicklung der JKU“ werde verschiedentlich gelobt. „Vergleichen die Befragten dies aber mit dem, was für den laufenden Forschungs- und Lehrbetrieb getan wird, dann konstatieren sie ein krasses Missverhältnis.“ 
Die Befragten benennen dies als „Außen hui, innen Pfui-Politik“, weil in Forschung und Lehre, die Kerntätigkeit einer Universität, „viel zu wenig Aufmerksamkeit, Energie und auch Geld investiert wird".

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger

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