Aus Ferne steuerbar

China testet erste KI-fähige Drohnen-Panzer

Elektronik
21.03.2018 09:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Chinas Militär hat staatlichen Medien zufolge mit Tests von Drohnen-Panzern begonnen, die auch mit künstlicher Intelligenz ausgestattet werden könnten. Die „Global Times“ verwies am Mittwoch auf erste Aufnahmen im Staatsfernsehen Anfang der Woche von Panzern des Typs 59, die per Fernbedienung gesteuert worden seien.

„Eine große Zahl von Typ-59-Panzern, die vor der Ausmusterung stehen, könnte mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in unbemannte Fahrzeuge umgewandelt werden“, sagte der Experte Liu Qingshan dem Blatt. China treibt unter Präsident Xi Jinping eine Modernisierung seiner Streitkräfte voran. Künstliche Intelligenz gilt dabei als eines der bedeutsamsten Forschungsfelder.

Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte Russlands Präsident Wladimir Putin gesagt: "Wer den Durchbruch bei Künstlicher Intelligenz schafft, wird die Welt beherrschen.„ Nur wenige Wochen zuvor hatte bereits der Rüstungskonzern Kalaschnikow angekündigt, “in naher Zukunft" smarte Waffen auf den Markt zu bringen. Diese sollen in der Lage sein, vollautomatisch „Ziele zu identifizieren und Entscheidungen zu treffen“.

KI-Experten warnen vor „dritter Revolution in der Kriegsführung" 
116 der weltweit angesehensten KI- und Robotik-Experten aus 26 Ländern, darunter Tesla-Chef Elon Musk und Mustafa Suleyman, der führende Kopf hinter Googles Künstlicher Intelligenz „AlphaGo“, fordern daher ein Verbot autonomer Waffensysteme. Sei die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet, dürfte sie nur schwer wieder zu schließen sein, warnten die Wissenschaftler vergangenen August in einem offenen Brief an die Vereinten Nationen vor einer gefährlichen „dritten Revolution in der Kriegsführung“.

"Einmal entwickelt, werden tödliche autonome Waffen Konflikte bisher nie dagewesenen Ausmaßes und in einer Geschwindigkeit ermöglichen, die der Mensch nicht begreifen kann„, warnen die Experten eindringlich vor den Gefahren autonomer Waffen, die zu “Waffen des Grauens„, zu Waffen, “die Despoten und Terroristen gegen unschuldige Bevölkerungen einsetzen" oder zu Waffen, die - wenn sie gehackt würden - außer Kontrolle geraten könnten.

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