So, 19. August 2018

Neue Trends in Tirol

04.03.2018 10:30

Illegale Tricks: Getarntes Spiel mit dem Glück

Von der verdreckten Spelunke bis hin zum offiziellen Wettbüro: Das illegale Glücksspiel kennt in Tirol keine Grenzen und hält sich trotz verstärkter Kontrollen hartnäckig. Die Ermittler müssen sich ständig auf neue Maschen einstellen. Derzeit sind etwa vermehrt verbotene Geräte im Umlauf, die als Wettterminals getarnt sind.

Immer wieder schwirren die Jäger des illegalen Glücksspiels aus und statten berüchtigten Lokalen einen Besuch ab. So geschehen etwa auch am vergangenen Sonntag in Innsbruck, wo im Zuge einer neunstündigen „Aktion scharf“ gleich fünf einschlägige Betriebe behördlich dichtgemacht wurden. In drei Lokalen – allesamt konzessioniert, also legal – seien illegale Spielgeräte eingesetzt worden. Aber keine klassischen, sondern spezielle Umschaltautomaten, wie sie polizeiintern so schön genannt werden.

Als Wettterminals getarnt
„Ein neuer Trend“, schildert Florian Greil, Chef des Strafamtes, im Gespräch mit der „Krone“. Derartige Automaten seien als ganz normale Wettterminals getarnt. „Mittels Fernbedienung oder Codeeingabe können diese aber ganz einfach umgeschaltet werden. Und plötzlich sind da illegale Walzenspiele.“ Auf einem Gerät standen etwa gleich zwölf verschiedene Spiele zur Auswahl, die den Glücksrittern das Geld aus der Tasche ziehen sollen.

Und Geld lässt sich mit diesen verbotenen Machenschaften genug scheffeln. 10.000 Euro pro Automat und Monat sind nichts Ungewöhnliches, weiß Greil.

Gut bezahlte Aufpasser
Die Betreiber solcher illegalen Spiel-Lokale wissen natürlich, dass ihnen jederzeit die Polizei auf die Spur kommen kann. „Das meiste spielt sich in Hinterzimmern ab. Oft sind sogar extra Aufpasserpersonen angestellt, die offenbar sehr gut bezahlt werden. Die sitzen nur da und tun nichts. Ihre einzige Aufgabe ist es, auf einen Knopf zu drücken, wenn die Polizei kommt“, so Greil. Automaten lassen sich nämlich oft auf Knopfdruck „offline“ schalten.

Die Glücksspiel-Jäger kennen die Tricks und müssen sich immer wieder auf neue Maschen einstellen. Die nächsten Kontrollen sind schon geplant.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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