Fast nur zufriedene Gesichter waren auch bei den Ausstellern auf der Klagenfurter Herbstmesse zu sehen – was beim Rekordbesuch von 91.000 auch kaum verwundert. Freilich ist Besuch noch lange nicht Geschäft. „Doch auch das war in Ordnung. Ich darf nicht jammern,“ bestätigten viele- Und ebenso viele freuen sich schon jetzt auf den traditionellen, großen St. Veiter Wiesenmarkt, der am kommenden Wochenende beginnt.
Wo ist also die „Krise“? Warum findet sie auf Kärntens alten Märkten scheinbar nicht statt? Was ist da so anders? Vielleicht ist es eine der sprichwörtlichen Chancen, die Krisen zu bieten pflegen, die man hier erkennen kann: Dass sich nämlich die Bedürfnisse der Menschen nicht geändert haben; dass sie aber mehr drauf schauen, wo und wofür sie ihr Geld ausgeben.
Kundenbedürfnisse erkennen
Dass sie lieber bei einem heimischen Händler oder Produzenten kaufen. Dass persönliche Beratung, kaufmännisches Geschick und der direkte Kontakt wieder mehr geschätzt werden. Und dass der Kunde das Gefühl braucht, einen guten, fairen Preis bekommen zu haben.
Vielleicht zeigen die Märkte mit ihrer Krisen-Resistenz einfach nur auf, dass die Menschen in „Zeiten wie diesen“ sich nach Ansprache und heimatlicher Geborgenheit sehnen – auch wenn sie Geschäfte machen.
Kommentar von Hannes Mößlacher, "Kärntner Krone"
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