Fremde Bleifüße

Radar-Frontkameras gegen ausländische Raser

Oberösterreich
05.09.2009 09:24
Gesetzlich dürfen Raser auf unseren Straßen seit März von vorne geblitzt werden, praktisch gibt’s aber noch eine Art Galgenfrist, bis diese Überwachungen vertraglich abgesichert sind. Dann sollen auf der A8 bei Weibern und der A7 beim Linzer Bindermichl auch ausländische Tempobolzer verfolgt werden können.

Dem Land ob der Enns gehen jährlich um die 160.000 ausländische Temposünder und damit etwa 9,6 Millionen Euro an Strafgeldern verloren, weil es in Nachbarländern keine zwingende Lenkererhebung wie bei uns gibt. Dort können solche Verkehrssünder nur gestraft werden, wenn sie beim Schnellfahren von vorne geblitzt wurden und so der Lenker erkennbar ist.

Zwei Drittel der Raser sind Deutsche
Obwohl etwa auf der Westautobahn zwei Drittel der geblitzten Raser deutsche Kennzeichen haben, wurden in Oberösterreich nur auf der Innkreisautobahn bei Weibern und der Mühlkreisautobahn in Linz solche Frontkameras bereits installiert: Blitzt das bisherige Radar das Fahrzeug von hinten, löst es per Impuls die knapp hundert Meter entfernte Frontkamera aus. Gegen österreichische Verkehrssünder sollen die Lenkeraufnahmen vorerst angeblich nicht verwendet, sondern gelöscht werden. Das Überkopfradar auf der A1 bei Haid, wo im Vorjahr 101.000 Tempobolzer geblitzt worden sind, soll aber vorerst nicht mit Frontkameras erweitert werden.

Jetzt geht’s noch um vertragliche Absicherungen – da der letzte diesbezügliche Entwurf der Asfinag erst im vergangenen Monat bei den Landesregierungen eingetroffen ist, genießen Transit-Raser noch eine Schonzeit. 

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