Auf dem Weg von Lienz nach Matrei kam dem Lehrling mitten auf der Felbertauernstraße ein schwarzer Pkw entgegen. Danach ging alles blitzschnell: Trager verriss das Lenkrad, der Pkw geriet ins Schleudern und schlitterte über eine Wiese in die hochwasserführenden Isel.
Mutter lotst Retter zum Unfallort
„Das Auto wurde in den Fluten 300 Meter weit mitgerissen und blieb dann stecken“, so Johann Holzer von der Feuerwehr Matrei. Trager war zum Glück unverletzt, im Schock griff der 18-Jährige zum Mobiltelefon und wählte die Nummer seiner Mutter. „Mich traf fast der Schlag, als mein Sohn anrief und sagte, dass er mit dem Auto im Fluss schwimmt und nicht mehr rauskommt“, so Andrea Trager, die die Rettung zum Unfallort lotste.
Währenddessen stieg das Wasser im Auto langsam an – der Lehrling war in seinem VW Golf gefangen. „Das Sonnendach ließ sich nicht öffnen. Als ich das Fenster herunterkurbelte, schoss sofort Wasser ins Auto“, schildert Trager. Schließlich gelang es ihm, in einem kleinen Luftpolster unter dem Autodach Luft zu holen, bis die Rettungskräfte zum Einsatzort gelangten.
Nach rund 30 Minuten konnten die 80 Helfer das Auto sichern und den jungen Mann befreien. „Wäre er noch ein Stück weiter abgetrieben, hätte er wohl kaum eine Chance gehabt“, heißt es. Denn dort gibt es eine Stelle, die für ihre gefährliche Strömung bekannt ist.
von Thomas Leitner und Martina Holzer, "Kärntner Krone"
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