60 Meter abgestürzt

Zwei Tote und mehrere Verletzte bei Bergtouren

Steiermark
16.08.2009 17:46
Das schöne Wetter hat am Wochenende viele Wanderer und Kletterer auf die Berge gelockt - zwei Steirer sind bei Ausflügen ums Leben gekommen. Ein 42-jähriger Oststeirer, der mit Freunden nach Mariazell pilgern wollte, stürzte am Niederalpl tödlich ab, und auf der Voralpe bei Altenmarkt starb ein Einheimischer (69) an einem Herzinfarkt.

Der 42-jährige Wanderer aus Wenigzell wollte am Freitag gemeinsam mit einer etwa 15 Mann großen Gruppe von Freunden und Bekannten von der Brunnalm über das Niederalpl nach Mariazell wandern. Die Nächtigung war auf der Herrenbodenhütte geplant. 

Oststeirer trennte sich von der Gruppe
Kurz bevor die Gruppe ihr Quartier erreichte, beschlossen der 42-Jährige und ein Freund noch in einer weiteren Hütte einzukehren. Die restliche Gruppe wanderte weiter. Gegen 21.00 Uhr machte sich der Oststeirer dann alleine auf den Weg zur Schlafstätte auf die Herrenbodenhütte. Dort sollte er jedoch nie ankommen. 

Suche mit Hubschrauber
In den Morgenstunden des Samstags bemerkte die Gruppe das Fehlen des Mannes, man begann nach ihm zu suchen. Am Nachmittag verständigte ein Gruppenmitglied die Landeswarnzentrale Steiermark über Notruf. Alpinpolizei und Bergrettung machten sich auf die Suche nach dem Vermissten. Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt. 

In der Dunkelheit vom Weg abgekommen
Gegen 17 Uhr fanden Freunde den abgängigen Kollegen tot am Wandfuß des sogenannten Hexenkessels. Der Oststeirer war in der Dunkelheit vom markierten Weg abgekommen und im unwegsamen Gelände ca. 60 Meter über eine Felswand abgestürzt.

Pensionist erlitt Herzinfarkt
Während einer Wanderung auf die 1.770 Meter hohe Voralm (NÖ) erlitt am Samstag ein 69-jähriger Pensionist im Gemeindegebiet von Altenmarkt im Bezirk Liezen einen Herzinfarkt. Seine Freunde alarmierten die Rettungskräfte, der Notarzt konnte jedoch nur mehr den Tod des Obersteirers feststellen.

54-Jähriger mit Seil geborgen
Am Samstag gegen 10 Uhr stiegen ein 54-jähriger Steirer und sein Schwiegersohn (25) in den Kaiserschild-Klettersteig bei Eisenerz in 1.710 Meter Seehöhe ein. Auf etwa 1.855 Meter Höhe konnte der Ältere wegen Erschöpfung nicht mehr weiter, sein Begleiter alarmierte mittels Mobiltelefon die Einsatzkräfte. Die Besatzung des ÖAMTC-Hubschrauber C15 holte den Mann mittels 40 Meter-Seil aus der Wand. Der Schwiegersohn konnte den Abstieg alleine bewerkstelligen, so die Polizeiinspektion Eisenerz.

63-Jährige brach sich Bein
Ebenfalls am Samstag wanderte eine 63-jährige Steirerin gemeinsam mit vier Bekannten von der Edelrautehütte (1.765 Meter) bei Hohentauern auf den Großen Hengst (2.159 Meter). Beim Abstieg rutschte sie am Wanderweg aus und brach sich dabei den rechten Unterschenkel. Sie wurde vom Rettungshubschrauber geborgen und ins LKH Rottenmann eingeliefert. 

Ähnlich erging es einem 71-Jährigen aus Gußwerk im Bezirk Bruck nahe der der Kräuterinalmhütte bei Dürradmer. Er stürzte, verletzte sich am Kopf und brach sich einen Arm. Der 71-Jährige wurde per Hubschrauber in das Landesklinikum Waidhofen/Ybbs (NÖ) geflogen.

Suchaktion nahm glückliches Ende
Eine Suchaktion nach einen 78-jährigen Wanderer im Gebiet der Gleinalm im Bezirk Judenburg fand ein glückliches Ende: Der Vermisste kehrte unversehrt von selbst ins Tal zurück, die Suche mit dem Polizeihubschrauber konnte eingestellt werden.

Pensionistin in Kärnten abgestürzt
Am Sonntag verlor eine 77-jährige Grazerin auf einem Klettersteig in der Uschowa in Bad Eisenkappel (Bezirk Völkermarkt) das Gleichgewicht und stürzte rund 70 Meter ab. Die Frau war nicht gesichert und wurde bei dem Sturz schwer verletzt.

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