Keine Seltenheit

Exotenalarm: Python vermisst, Echsen ausgesetzt

Kärnten
12.08.2009 09:25
Stell dir vor, du schaust zu deinem Fenster und siehst plötzlich eine Schlange in deinen Jalousien – exotisch gemustert und mehr als einen Meter lang. Das ist einem St. Veiter passiert, in dessen Wohnung sich der Python (siehe Bild oben) eines Nachbarn verkrochen hatte. Solche Vorfälle sind in Kärnten übrigens keine Seltenheit mehr.

Der Python war seinem Besitzer aus dem Terrarium entfleucht – glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Denn auch wenn Würgeschlangen in der Regel ungefährlich sind, so ist ihr Anblick in freier Kärntner Wildbahn doch gewöhnungsbedürftig. „So etwas kommt leider öfters vor“, kritisiert Reptilienexpertin Helga Happ den verantwortungslosen Umgang vieler Liebhaber mit ihren Exoten.

Manche können ausreißen, einige werden sogar ausgesetzt, wenn die Pflege zu anspruchsvoll wird. „Der letzte Schrei sind Bartagamen. Ständig werden weitere Exemplare dieser kleinen Echsen auf Parkplätzen oder in Gärten gefunden“, so Happ. In ihrem Zoo finden die Tierchen zwar Aufnahme, doch generell gilt: „Wer solche nicht heimischen Tiere hält, sollte sich der Verantwortung auch bewusst sein.“

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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