Virus verbreitet sich

“Wie bei saisonaler Grippe handhaben”

Kärnten
10.08.2009 13:06
Die Meldungen über Menschen, die am Neue-Grippe-Virus erkrankt sind, werden vermutlich nicht so schnell abreißen - einerseits aufgrund der Urlaubs- und Reisezeit, andererseits witterungsbedingt. Landesrat Peter Kaiser informierte am Montag darüber, dass bei den 19 in Kärnten bisher aufgetretenen Fällen "kein einziger kritischer Fall" darunter gewesen sei. Die Behandlung von H1N1-Patienten solle daher "wie bei einer saisonalen Grippe" gehandhabt werden, allerdings müsse der Kontakt mit anderen Menschen "auf ein notwendiges Minimum reduziert werden".

"Auftritte von Kranken in der Öffentlichkeit sind absolut zu vermeiden", sagte Kaiser. Um eine Infektion überhaupt zu verhindern, empfiehlt der Landesrat, sich mehrmals am Tag die Hände zu waschen. Wenn ein Patient dennoch den Verdacht hat, an der Neuen Grippe erkrankt zu sein, solle er telefonisch den Hausarzt kontaktieren, erläuterte Landessanitätsdirektor Gerhard Olexinski. Der Mediziner werde dann den Betroffenen zu Hause aufsuchen oder die entsprechenden Vorkehrungen zum Besuch des Erkrankten in der Ordination treffen. Sämtliche niedergelassenen Ärzte würden über die korrekte Vorgangsweise informiert werden.

"Erkrankungen werden steigen"
"Es gibt die Vermutung, dass die Zahl der Erkrankten steigen wird", sagte Kaiser. Verantwortlich dafür sei einerseits die verstärkte Reisetätigkeit in der Urlaubszeit. Andererseits müsse aber auch ab Herbst "witterungsbedingt" mit mehr Infektionen gerechnet werden. "Wir können derzeit aber nur von Annahmen ausgehen, eine Schätzung der Zahl der zukünftig Erkrankten ist nicht machbar", meinte Kaiser. Ein "mit Vorsicht zu genießendes Worst-Case-Szenario" gehe davon aus, dass 30 Prozent aller Personen, die mit dem Virus in Kontakt kommen, erkranken, erklärte der SPÖ-Politiker.

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