Schweigeminute
Nagasaki gedenkt Atombombenabwurfs
Der ebenfalls anwesende Ministerpräsident Taro Aso hatte vergangene Woche für Kopfschütteln gesorgt, als er bei der Gedenkveranstaltung zum Atombombenabwurf auf Hiroshima eine Vorreiterrolle Japans bei der weltweiten Abschaffung ankündigte, anschließend aber vor Journalisten sagte, eine atomwaffenfreie Welt sei "unvorstellbar".
Japan hatte im Zweiten Weltkrieg zusammen mit Deutschland gegen die Alliierten und Russland gekämpft. Vier Tage nach dem Abwurf auf die japanische Stadt Hiroshima mit mehr als 140.000 Toten hatten die USA eine zweite Atombombe auf Nagasaki abgeworfen und damit rund 74.000 Menschen getötet.
Am 15. August 1945 kapitulierte Japan schließlich. Der Inselstaat gab sich eine pazifistische Verfassung und wurde ein enger Verbündeter der USA. Auch Jahrzehnte nach den Atombombenabwürfen sterben jährlich noch Tausende an den Spätfolgen der atomaren Strahlung wie Leukämie oder anderen Formen von Krebs.
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