Ein bisschen sieht die Pflanze aus wie Wermut – aber weil sie auf „G’stätten“ blüht, nennt man sie auf Englisch auch „Ragweed“ – „Unkrautlappen“. Eigentlich ist sie gar nicht unansehnlich – jedenfalls sieht man ihr auf keinen Fall an, wie gefährlich sie ist.
„Traubenkraut“, wie die Pflanze noch heißt, kann nämlich schlimme Allergien hervorrufen. „Diese setzen die Patienten tagelang außer Gefecht“, weiß ein Arzt. „Vor allem Kinder leiden sehr darunter und natürlich ältere Leute.“ Der volkswirtschaftliche Schaden, den die Allergie verursacht, ist enorm.
Und es könnte noch schlimmer kommen. Die Zahl der Patienten steigt pro Jahr um ein Prozent. Es heißt, das jetzt bereits an die 80 Prozent der Kärntner allergisch darauf reagieren.
Eingeschleppt wurde die Pflanze – vermutlich mit Vogelfutter – aus Ungarn. Und sie ist praktisch unausrottbar. Die Samen überleben im Boden nämlich ewig.
Die Bekämpfung ist nicht leicht. Der Leiter des Pollenwarndienstes, Helmut Zwander: „Derzeit haben wird das Problem noch im Griff. An der Autobahn zwischen dem Karawankentunnel und Villach wächst aber extrem viel von dem Unkraut. Wir stehen mit der Autobahnmeisterei in Kontakt und geben grünes Licht, wann gemäht werden soll.“
Experten warnen davor, die Pflanze in den Hausgarten zu holen: „Ambrosia, wie die Pflanze noch genannt wird, kann auf Dauer sogar zu Asthma führen.“
von Serina Babka, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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