Todesstrafe droht
Saudi redete im TV freimütig über Sex – verhaftet
In der Live-Schaltung erzählte er, wie er bereits als 14-Jähriger erstmals Sex mit einer Nachbarin hatte. Ausführlich sprach er über Vorspiel und Techniken beim Liebesakt und darüber, wie er mit Hilfe seines Internet-fähigen Handys verheiratete Frauen kennenlernt und erobert.
In Saudi-Arabien, wo eine mittelalterliche Auslegung der islamischen Gesetze alle Lebensbereiche regelt, ist all dies streng verboten. Nicht miteinander verwandte Männer und Frauen dürfen sich nicht im selben Raum aufhalten. Frauen dürfen nur in Begleitung ihres Ehemanns, Vaters oder Bruders auf die Straße gehen und auch nicht selbst Auto fahren.
"Ungebührliches moralisches Benehmen" streng verboten
So ist nicht nur vor- und außerehelicher Sex streng verboten, sondern auch jegliches "ungebührliche moralische Benehmen" wie etwa das Prahlen mit den eigenen sexuellen Abenteuern. Zur Verhaftung des offenherzig plaudernden Casanovas kam es, nachdem 100 "besorgte" Bürger nach der Sendung eine Petition beim Gericht in Dschidda eingereicht hatten. Die möglicherweise fatalen Folgen seiner Auslassungen waren dem jungen Mann wohl nicht klar gewesen.
"Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind von schwerster Natur", zitierte "Gulfnews" den Präsidenten des Gerichts von Dschidda, Scheich Abdulla al-Othaim. "Sie beziehen sich auf Perversion, wiederholten Ehebruch und offenes Reden über Sünden." Im Falle einer Verurteilung drohe dem Mann die Todesstrafe, fügte er hinzu.
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