Laut Untersuchung des Joanneum Research (im Auftrag von EU, Slowenien, Steiermark und Kärnten) befinden sich diese thermischen Quellen in der Region zwischen Graz und Radkersburg.
Teurer Bohrung soll Klarheit schaffen
Das Problem: Man weiß (noch) nicht, ob diese flüssig sind oder ob es sich um Subastanzen in kristallinem Zustand handelt. Nur wenn sie flüssig sind, sind sie für die Erzeugung von Fernwärme oder Strom brauchbar. Um das herauszufinden, braucht es eine Probebohrung in eine Tiefe von zumindest 3.000 Metern. Und diese Bohrung wäre sündteuer. Erste Schätzungen gehen von Kosten in der Höhe von etwa drei Millionen Euro aus.
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) sieht jedenfalls eine große Chance für die Stadt Graz: "Schwarz-Grün ist angetreten, um eine Energiewende zu schaffen. Wir setzen etwa zur Zeit auf Solarenergie und Wärmedämmung. Ob dieses geothermische Projekt schon bald umsetzbar ist, wird sich zeigen."
Vorsichtiger Optimismus
Auch in der Graz AG (die das Projekt realisieren würde) ist man bereits vorsichtig optimistisch. Ihr Vorstand Wolfgang Malik sagt dazu: "Wir brauchen mit Sicherheit noch eine Reihe weiterer Gutachten namhafter Experten, um eine derart teure Probebohrung zu rechtfertigen.
Prinzipiell stehen wir dem Projekt aber positiv gegenüber, weil wir in den letzten Jahren auf erneuerbare Energien setzen, wie etwa die Solarenergie." Die derzeit geschätzten Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 85 Millionen Euro – im deutschen Unterhaching, wo man 80 Millionen Euro dafür investiert hat, rechnet man damit, dass sich die doch recht hohen Investitionen bereits binnen 15 Jahren amortisiert haben.
Deutschland als Vorbild für Graz
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
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