Im „Bärenmord“ verdichten sich die Hinweise: Immerhin haben ja Jägerschaft, Naturschutzreferent Uwe Scheuch und die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ für die entscheidende Mitteilung eine Prämie von stolzen 10.000 Euro ausgesetzt.
Verdächtiger gibt sich völlig cool
„Drei Ohrenzeugen haben alle 30. Mai, also exakt zur Tatzeit, einen Gewehrschuss in einem Revier bei Bad Eisenkappel gehört“, berichtet ein Ermittler. Und alle bisher eingelangten Hinweise führen zu einem Unterkärntner. „Doch dieser gibt sich in der Öffentlichkeit völlig cool und gelassen“, weiß Kärntens Bärenanwalt Bernhard Gutleb. Dabei hatte der Mann bereits Besuch von der Polizei, die mit einem gerichtlichen Hausdurchsuchungsbefehl angerückt war. Ob dabei etwas gefunden wurde, darüber hüllen sich die Kriminalisten allerdings in Schweigen.
Jedenfalls sind laut Polizei dem Verdächtigen auch Speichel-Proben abgenommen worden. Diese werden jetzt von der Gerichtsmedizin in Innsbruck auf Übereinstimmung mit sichergestellten Spuren – etwa jenen auf der Decke, die beim Kadaver gefunden worden ist – analysiert. „Wir warten noch auf das Ergebnis“, so Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt.
Noch unklar ist auch, mit welcher Waffe der Braunbär gewildert wurde. Auch das abgezogene Bärenfell, also die Trophäe, ist bis dato noch nirgends aufgetaucht.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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