"Roznik"-Mord

Unterkärntner im Visier der Ermittler

Kärnten
04.07.2009 17:12
Die Kripo ist sich sicher: „Wir kriegen den Bärenmörder!“ Ein Mann aus Unterkärnten wird verdächtigt, das Bärenmännchen „Roznik“ am 30. Mai gewildert, den Kopf abgetrennt, das Fell abgezogen und im slowenischen Logartal entsorgt zu haben. Die Ermittler warten noch auf ein DNA-Ergebnis.

Im „Bärenmord“ verdichten sich die Hinweise: Immerhin haben ja Jägerschaft, Naturschutzreferent Uwe Scheuch und die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ für die entscheidende Mitteilung eine Prämie von stolzen 10.000 Euro ausgesetzt.

Verdächtiger gibt sich völlig cool
„Drei Ohrenzeugen haben alle 30. Mai, also exakt zur Tatzeit, einen Gewehrschuss in einem Revier bei Bad Eisenkappel gehört“, berichtet ein Ermittler. Und alle bisher eingelangten Hinweise führen zu einem Unterkärntner. „Doch dieser gibt sich in der Öffentlichkeit völlig cool und gelassen“, weiß Kärntens Bärenanwalt Bernhard Gutleb. Dabei hatte der Mann bereits Besuch von der Polizei, die mit einem gerichtlichen Hausdurchsuchungsbefehl angerückt war. Ob dabei etwas gefunden wurde, darüber hüllen sich die Kriminalisten allerdings in Schweigen.

Jedenfalls sind laut Polizei dem Verdächtigen auch Speichel-Proben abgenommen worden. Diese werden jetzt von der Gerichtsmedizin in Innsbruck auf Übereinstimmung mit sichergestellten Spuren – etwa jenen auf der Decke, die beim Kadaver gefunden worden ist – analysiert. „Wir warten noch auf das Ergebnis“, so Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt.

Noch unklar ist auch, mit welcher Waffe der Braunbär gewildert wurde. Auch das abgezogene Bärenfell, also die Trophäe, ist bis dato noch nirgends aufgetaucht.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
04.07.2009 17:12
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung