Kirchenstreit

Friedl will sich mit Bekenntnis Zeit lassen

Oberösterreich
24.06.2009 15:23
Der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl (Bild), der sich öffentlich zu seiner Lebensgefährtin bekannt hatte, will sich mit seiner angeblichen Festlegung zum Zölibat Zeit lassen. "Ich lasse mich jetzt nicht drängen", sagte er zur Kirchenzeitung der Diözese Linz. In den kommenden Tagen soll es zu Gesprächen mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz kommen. Über bereits geführte Gespräche sei eigentlich Stillschweigen vereinbart worden, so Friedl. Trotzdem ist Schwarz damit an die Öffentlichkeit gegangen und hatte von einer schriftlichen Erklärung Friedls pro Zölibat gesprochen.
"Ich habe bis jetzt keine einzige Aussage gemacht und mache auch keine, ich werde mir Zeit lassen", beharrt Friedl auf das mit dem Bischof geschlossene Schweigeabkommen. Dass Schwarz in einer Pressekonferenz bereits mit Inhalten aus dem Gespräch an die Öffentlichkeit gegangen ist, werde jedenfalls Thema bei der Aussprache sein. Der Bischof hatte von einer angeblichen Erklärung Friedls berichtet, laut der der Pfarrer aus Ungenach seine öffentlich bekannte Beziehung zu einer Frau zugunsten seines Zölibatsgelübdes aufgeben wolle.
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