Society-Prozess
Toter Promi-Banker im Latex-Anzug: 8 Jahre Haft
Die heute 40 Jahre alte Französin hat die Tat gestanden und wurde am Mittwoch schuldig gesprochen. Während der Untersuchungshaft wurde sie elf Mal im Krankenhaus behandelt und unternahm einen Selbstmordversuch. Am Donnerstag beteuerte sie vor Gericht unter Tränen erneut ihre Liebe zu Stern und zeigte an die Hinterbliebenen gerichtet Reue.
Das Verbrechen barg reichlich Schlagzeilenpotenzial für die Klatschpresse. Der 50-jährige Promi-Bankier wurde am 1. März 2005 gefesselt und nur mit einem Latex-Anzug bekleidet tot in seiner Wohnung im Genfer Stadtzentrum aufgefunden. Er war am Abend zuvor offenbar während Sexspielen von vier Schüssen getroffen worden, zwei davon in den Kopf. Stern stand auf der Liste der reichsten Franzosen auf Platz 38 und war eine bekannte Figur in der internationalen Hochfinanz.
Rasch Geständnis abgelegt
Nach wilden Spekulationen über Täterschaft und Motiv wurde gut zwei Wochen nach der Tat seine langjährige Geliebte verhaftet. Die damals 36-Jährige, die sich mit Stern wegen Geldangelegenheiten gestritten hatte, legte rasch ein Geständnis ab. Sie war im Besitz des einzigen fehlenden Schlüssels für die Genfer Wohnung. Auf ihren Hinweis wurden wenig später drei Schusswaffen aus dem Genfer See bei Montreux geborgen.
Der Untersuchungsrichter vermutete einen Rechtsstreit um eine Million Dollar als Tatmotiv. Stern hatte diese Summe auf ein Bankkonto in der Schweiz überwiesen, auf das die Geliebte Zugriff hatte, dieses aber später sperren lassen.
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