286 Anklagepunkte
Guantanamo-Häftling vor zivilem US-Gericht
Der Tansanier wurde seit September 2006 in dem US-Gefangenenlager auf Kuba festgehalten, wo er bei Verhören eine Beteiligung an dem Anschlag in Tansania eingeräumt haben soll, bei dem elf Menschen starben und mindestens 85 weitere verletzt wurden. Bei dem zeitgleichen Anschlag auf die Botschaft in Kenia wurden 213 Menschen getötet.
Insgesamt werden Ghailani nach Angaben des Justizministeriums 286 Anklagepunkte zur Last gelegt - darunter auch Verschwörung mit dem Extremisten-Führer Osama Bin Laden und weiteren ranghohen Al-Kaida-Mitgliedern zur Ermordung von US-Bürgern.
Überführung von Häftlingen in die USA umstritten
US-Präsident Barack Obama hat die Schließung des Guantanamo-Gefängnisses bis Ende Jänner angeordnet und damit eine heftige Debatte in den USA ausgelöst. Die oppositionellen Republikaner, aber auch zahlreiche Abgeordnete der Demokraten lehnen eine Überführung der Guantanamo-Häftlinge auf US-Boden ab, weil sie dadurch die innere Sicherheit gefährdet sehen.
Die Entscheidung für eine Überstellung Ghailanis ans US-Justizministerium traf die extra eingerichtete Guantanamo Review Task Force, die derzeit die Vorwürfe gegen alle der 240 Guantanamo-Insassen prüft.
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