Patient gestorben

Rettungsfahrer beendete trotz Notfall Schicht

Ausland
09.06.2009 16:16
Haarsträubender Vorfall in Großbritannien: Weil ein Krankenwagenfahrer seine Schicht bereits um 15 Minuten überzogen hatte, beendete er seinen Arbeitstag, obwohl er gerade einen Schlaganfallpatienten in Lebensgefahr transportierte. Statt ins Krankenhaus zu fahren, steuerte er ein Depot an, um dort sein Fahrzeug einem Kollegen zu übergeben. Zu allem Überfluss verabsäumte er dann noch, den neuen Fahrer von der kritischen Situation zu informieren. Der 69-jährige Patient verstarb kurz nach seiner verspäteten Ankunft im Krankenhaus - vermutlich hätte sein Leben ohne die Verzögerung von vier Minuten gerettet werden können.

Der Fahrer, der den Patienten dann schlussendlich in die Klinik brachte, meldete den Vorfall sofort seinen Vorgesetzten. Sein Kollege sowie der Sanitäter, der sich um den Patienten gekümmert hatte, wurden sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls suspendiert.

"Er soll dafür bezahlen"
Die Familie des Verstorbenen zeigte sich schockiert ob des Vorfalls: "Was ist wichtiger? Der Feierabend oder eine sterbende Person? Der Fahrer sollte damit nicht durchkommen. Er soll dafür bezahlen."

Auch der Direktor des Rettungsdienstes ist tief betroffen: "Es kam zu einer vermeidbaren Verspätung. Wie lange diese dauerte, ist irrelevant. So etwas sollte einfach nicht passieren."

Eine unabhängige Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären.

Symbolfoto

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