Schuld relativiert?
Witwer “sehr verwundert” über Althaus-Brief
Sein Mandant sei "sehr verwundert" gewesen, dass Althaus die persönliche Schuld zu relativieren versuche und lediglich zu seiner juristischen Verantwortung stehe, sagte der Rechtsanwalt des Witwers, Alexander Rehrl aus Salzburg. "Mein Mandant hätte sich gewünscht, dass Herr Althaus sich zu seiner Schuld bekennt", sagte Rehrl gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin "Spiegel".
Schadensersatzverhandlungen laufen
Ein österreichisches Gericht hatte Althaus im März zu 33.300 Euro und zu 5.000 Euro Schmerzensgeld Geldstrafe verurteilt, weil er am Neujahrstag mit hoher Geschwindigkeit gegen die Fahrtrichtung in eine kreuzende Piste eingefahren war und die 41-jährige Skifahrerin tödlich verletzt hatte. Vor diesem Hintergrund haben in Österreich jetzt die Schadensersatzverhandlungen zwischen Althaus und den Hinterbliebenen begonnen. Rehrl erklärte, er hoffe, dass bis Ende Mai Einigung erzielt werde.
Althaus hofft auf Vergebung
Dem "Focus" sagte Althaus, er sei zwar darauf angewiesen, dass die juristische Frage geklärt sei. Zugleich räumte er jedoch ein, dass er darauf angewiesen sei, Vergebung zu erfahren. Er selbst habe an den Unfall und an die Zeit direkt danach keine Erinnerung. Deshalb habe er sich zunächst nur indirekt - mit Hinweis auf Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft - zu seiner Schuld bekannt (siehe Story in der Infobox). Auf die Frage, ob er glaube, dass der Ehemann der Toten ihm verziehen habe, antwortete Althaus: "Ja, er hat mir und meiner Frau gegenüber eine ganz klare, faire und nachvollziehbare Formulierung gebraucht."
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