Eine Million Tiere
Wilde Kamele terrorisieren australisches Outback
Ausland
01.04.2009 09:13
Wildlebende Kamele terrorisieren Siedlungen im australischen Hinterland: In zahlreiche Gemeinden im Outback dringen regelmäßig Kamele auf der Suche nach Wasser ein, wie Wayne Wright vom Landkreis Macdonnell am Mittwoch klagte. Die Tiere seien in der Lage, Wasserhähne an den Hauswänden anzudrehen und schreckten auch nicht davor zurück, dieselben abzuschlagen, um an Trinkwasser zu kommen. Das Problem sei so groß, dass der Landkreis umgerechnet 2,3 Millionen Euro zum Bau von Kamel-Schutzzäunen beantragt habe.
Neben wildlebenden Eseln und Pferden bedrohen große Herden von verwilderten Kamelen auch alle Bemühungen, die wüstenartigen Landschaften im Outback wieder zu begrünen, klagte Wright.
Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leben mehr als eine Million Kamele im australischen Hinterland. Dort schaden sie dem empfindlichen Ökosystem und bedrohen seltene Pflanzen und Tiere.
Weltweit größte freilebende Kamelpopulation
Kamele waren Ende des 19. Jahrhunderts als Packtiere nach Australien gebracht worden. Mit dem Ausbau von Straßen und Eisenbahnstrecken wurden die Tiere in die Freiheit entlassen und vermehrten sich stark. Heute hat Australien die größte freilebende Kamelpopulation der Welt.
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