Droht Gasboykott?
Erneuter Streit zwischen Russland und Ukraine
Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Wladimir Putin mit Konsequenzen im Verhältnis zur EU gedroht. Es sei "unseriös", den wichtigen Lieferanten Russland nicht an der Formulierung der Erklärung zu beteiligen, kritisierte Putin.
Timoschenko: "Nur Interessen verteidigt"
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko verteidigte die Abmachung mit der EU. "Weder Russland noch Europa haben dabei verloren. Die Ukraine hat lediglich ihre nationalen Interessen verteidigt", sagte sie und lud die Regierung in Moskau zur Beteiligung an der Sanierung ein. Die Ukraine will mit Hilfe von EU-Investoren ihr Pipelinenetz modernisieren, durch das ein Fünftel des Gases für Europa fließt. Russland fühlte sich bei den Gesprächen außengeschlossen.
Gasboykott im Winter
Beide Länder stritten zuletzt im Winter über Gaslieferungen und deren Bezahlung, was einen Gasboykott der Ukraine durch Russland nach sich zog. Dadurch war die Gasversorgung mehrerer europäischer Länder wiederholt beeinträchtigt worden. Insidern zufolge droht die Absage der Regierungsgespräche, die Verhandlungen zwischen dem russischen Gasmonopolisten Gazprom und dem ukrainischen Energieriesen Naftogaz erneut erheblich zu belasten.
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