Nach Rettungsaktion

Neun gerettete Wale neuerlich gestrandet

Ausland
25.03.2009 15:00
Die dramatische Rettungsaktion (Video in der Infobox) von gestrandeten Walen an der australischen Westküste ist gescheitert. Neun der zehn Grindwale, die Tierschützer am Dienstag nach einer Massenstrandung per Lkw zurück ins offene Meer geleitet hatten, verirrten sich nach nur einem Tag wieder an die Küste. Die noch lebenden Meeressäuger sind demnach in einem so schlechten Zustand, dass sie eingeschläfert werden müssen.

Ein Flugzeug entdeckte sechs Tiere an einer Küste östlich der Stadt Augusta und drei in der Hamelin-Bucht. Zwei Wale seien inzwischen verendet, ein weiterer sei von einem Hai angegriffen worden, sagte Jason Foster von der Umweltbehörde der Australian Associated Press. Der Küstenabschnitt, an dem die Wale nun liegen, ist laut Foster so unzugänglich, dass die nötigen Gerätschaften für eine erneute Rettung nicht dorthin transportiert werden können. Ein elftes Tier war schon in der Nacht zum Mittwoch eingeschläfert worden.

Großeinsatz der Helfer
Tierschützer hatten vergeblich um das Leben der Meeressäuger gekämpft, die zusammen mit rund 80 Artgenossen am Montag in der Hamelin-Bucht südlich der Stadt Perth gestrandet waren. Mit Kränen und Schlingen wurden die Grindwale, die bis zu 8,5 Meter groß werden und durchschnittlich 800 Kilogramm auf die Waage bringen, auf Lastwagen gehievt und zur Flinders Bay gebracht. In dem vermeintlich sicheren Küstenabschnitt wurden die Tiere freigelassen.

Bevor die Meeressäuger von Tierärzten eingeschläfert werden, werden sie laut Foster vermessen, um eindeutig identifiziert zu werden. In den vergangenen vier Monaten strandeten im Süden Australiens und auf der Insel Tasmanien mehr als 400 Wale. Anfang März schleppten Tierschützer an der Küste von King Island 54 gestrandete Grindwale zurück ins Wasser, für fast 150 Tiere kam jede Hilfe zu spät. Warum es die Wale immer wieder zu den Stränden zieht, wo sie oft kläglich verenden, hat die Wissenschaft noch nicht klären können. Möglicherweise liegt es aber daran, dass Wale ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben stoßen einen schwachen Artgenossen nicht ausstoßen. Deshalb stranden oft Dutzende Tiere gleichzeitig.

Flüssigkeitsmangel als häufigste Todesursache
Gestrandete Wale sterben meist an Dehydrierung und Überhitzung oder auch an inneren Verletzungen, weil ihre Organe unter dem Gewicht an Land zerquetscht werden.

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