Nach heftiger Kritik
AIG-Manager wollen Boni zurückzahlen
Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, dass vor allem Manager aus der Sparte für Finanzprodukte auf umstrittene Boni in Höhe von 30 Millionen Euro verzichten wollen. Die Sparte gilt als hauptverantwortlich für die hohen Verluste des einstmals weltgrößten Versicherungskonzerns, den die Regierung mit Steuergeldern in Höhe von etwa 180 Milliarden Dollar vor der Pleite bewahrte.
"Dem Land gegeben, was es braucht"
Dass von den Geldern Mitte März noch mindestens 165 Millionen Dollar an Manager-Boni ausgezahlt wurden, hatte in den USA einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das Repräsentantenhaus erließ in der vergangenen Woche eine 90-prozentige Strafsteuer für Manager von Unternehmen, die Staatshilfe erhalten. Die Zustimmung des US-Senats zu der Gesetzesvorlage gilt allerdings als fraglich. Cuomo bedankte sich bei den rückzahlungswilligen Managern für ihre Einsicht. Diese hätten richtig gehandelt und "dem Land gegeben, was es braucht".
Größter Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte
AIG hatte Anfang März bekannt gegeben, am Ende des vergangenen Jahres den größten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte gemacht zu haben. Das Unternehmen verlor im vierten Quartal 2008 rund 61,7 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro). Für das gesamte vergangene Jahr beläuft sich der Verlust auf knapp 100 Milliarden Dollar.
Unterstützung für Finanzminister Geithner
US-Finanzminister Timothy Geithner muss am Dienstag in der Affäre um Bonus-Zahlungen bei AIG im US-Repräsentantenhaus Rede und Antwort stehen. Kritiker halten Geithner unter anderem vor, er hätte die Zahlungen verhindern müssen. Der Staat hält immerhin inzwischen 80 Prozent der AIG-Anteile.
Um Geithner zu unterstützen, hat US-Präsident Barack Obama drei weitere Spitzenpositionen im Finanzministerium entdeckt. Zugleich reagierte er damit auf Kritik, er besetze die Topposten in dem Ministerium angesichts der Wirtschaftskrise zu langsam.
Neal Wolin wurde zum Stellvertreter Geithners nominiert. Lael Brainard soll für internationale Angelegenheiten im Ministerium federführend sein. Beide bekleideten bereits unter US-Präsident Bill Clinton hohe Ämter in Washington. Außerdem soll Stuart Levey weiterhin die Antiterrorismus-Abteilung leiten, der er bereits unter Präsident George W. Bush vorstand.
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